Eghalander Gmoi Fulda22 Jun 2022 08:57

Heute den 21.5.2022 hatten wir, ich als Vorsitzende des BdD-LE Alois Franz Rott und der Leiter der BGZ Ernst Franke, ein angenehmes Treffen mit dem ehemaligen Geschäftsführer der Eghalanda Gmoi Fulda Herrn Dolf Caplier mit seiner Familie, die uns heute ihre Egerländer Fahne der Gmoi Fulda überreichten. Die Fahne wird unser BGZ bereichern und es wurde vereinbart, dass wir die Fahne bei Feiern und Anlässen nutzen können. Die Fahne von Fulda fand ihre neue Heimat bei uns in Eger, in der Heimat. [ ... ]

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Egerland-Jugend Tanzend und mit Tradition in die Z...22 Jun 2022 08:54

Am Wochenende den 13-15. Mai 2022 feierte die Egerland-Jugend ihr 50. Bundestreffen und ihr 70-jähriges Bestehen in Marktredwitz. Beim offenen Tanzen und Singen am Egerland-Brunnen zeigten schon die dreijährigen Zwillinge Ella und Falk ihre Freude an der Bewegung zur Egerländer Musik. Die passende Anleitung bekamen sie von Papa Christof und Mama Mona, der Vorsitzenden der Landesführung Hessen. Foto: /Peter Pirner

Die Organisation feiert ihr 50. Bundestreffen und ihr 70-jähriges Bestehen [ ... ]

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30 Jahre Egerländer Hof in Karlsbad22 Jun 2022 08:52

Herzlichen Glückwunsch zum 30. Jubiläum des Karlsbader „Egerländer Hofes“, dem „Chebský dvůr“, an den gebürtigen Falkenauer Werner Kraus der mit seiner Frau Jarmila und dem Sohn Werner jun. die Gäste betreut und sich um das Haus kümmert. Viele Egerländer und Egerländer Gmoin haben seit der Eröffnung 1991 dieses liebevoll gestaltete Kleinod besucht und dort immer wieder gerne übernachtet. Der Egerländer Hof mit seiner typisch Egerländer Einrichtung und Erinnerungsstücken hat [ ... ]

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Elbogner Kirche Hl. Wenzel erhielt Dank der Sammlu...22 Jun 2022 08:43

Die Pfarrkirche Hl. Wenzel in Elbogen in der Region Falkenau erhielt nach 80er Jahren eine neue Glocke. Sie entstand dank der Bemühungen des Elbogner Glockenvereins und der Einheimischen, die finanziell dazu beitrugen. Sie wurde nach der Schutzpatronin der böhmischen Länder, der Hl. Agnes, benannt. Die erste der neuen Glocken kehrte nach 80 Jahren nach Elbogen zurück. Sie trägt den Namen Hl. Agnes von Böhmen. Die ursprünglichen Glocken wurden 1942 aus der Elbogner Kirche Hl. Wenzel abtransportiert [ ... ]

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Eine Volkssage von Prokop Schmitt (1866)

Vor uralten Zeiten, als noch die Vohburge das Schloss und Landschaft Elbogen besaßen, fand ein armer Bauer, welcher in das Schloss Frondienste leisten ging, dort, wo jetzt der Hochaltar der Schlaggenwalde Kirche sich erhebt, zwischen zwei großen Steinen ein wimmerndes neugeborenes Knäblein. Mitleidig hob er es auf und nahm es mit sich. Nach seiner Ankunft im Schloss begab er sich unverweilt zur Markgräfin Johanna und sprach:

„Es ist Brauch, beim Erscheinen auf dem Schloss eine Gabe mitzubringen. Ich habe heute, als ich zur Fron ging, dieses Kind gefunden und übereiche es euch als Gabe. Möget Ihr es barmherzig aufnehmen und seiner besser pflegen, als die eigene Mutter es tat!“

Der Markgräfin gefiel diese rede, sie nahm sich des Knäbleins an und ließ ihm in der Taufe den Namen Hans geben, nach seinem Finder aber erhielt er dazu den Familiennamen Heilling.

Hans Heilling wuchs unter dem liebereichen Schutze der Markgräfin zum stattlichen Jüngling heran, der an Wissenschaften mehr Gefallen fand als an den Ritterspielen. Er liebte die Einsamkeit, und sein Sinnen und Trachten war darauf gerichtet, aller Wahrheit Urgrund zu erforschen; unablässig strich er in Wald und Flur umher.

Einstmals saß er an des Flusses Rand und blickte gedankenvoll in die dunkle Flut. Da rauschte aus ihr ein weibliches Wesen hervor, so schön und hold, dass seine trunkenen Augen sie allein nur sahen, und die übrige Welt für ihn nicht mehr bestand. „Traun“, flüsterte sie ihm zu, „Ich kenne deines Herzen Kummer, die schwarze Kunst ist dein Begehr. Ich will sie dich lehren, doch nur unter der Bedingung, dass du dich nie vermählst.“

Hans Heilling, bezaubert durch das Weibes Schönheit und die Hoffnung, am heiß ersehnten Ziele zu sein, schlug unbesonnen ein. Das Wasserweib hielt Wort, und Hans wähnte sich der Glücklichste unter der Sonne, als er des Wissens Drang erfüllt sah.

Es verging so manches Jahr, da rückte auch seine Stunde heran: Ein schönes, irdisches Mädchen, das er bei seinen Wanderungen im Gaue der Vohburge erblickte, machte ihm den geschlossenen Bund zur Qual. Vertrauend auf seine Kunst, hoffte er, des geheimnisvollen Wesens macht zu hemmen und veranstaltete die Hochzeit. Schon stand der Brautzug vor dem Altare, eben wollte das glückliche Paar das Jawort sprechen, - da erhob sich das erzürnte Wasserweib aus der brausenden Eger und verwandelte durch seinen Fluch alles in Stein: den Priester, das Brautpaar, die Hochzeitgäste, die Spielleute und den Hochzeitwagen.

Seit vielen Jahren findet stets am Sonntag nach dem katholischen Feiertag Maria Himmelfahrt im bekanntesten Wallfahrtsort des Egerlandes Maria Kulm, der Egerländer Gebetstag statt. Die Wallfahrtskirche Maria Kulm, offiziell Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt und St. Maria Magdalena, ist eine barocke römisch-katholische Marien-Wallfahrtskirche, die ungefähr 25 Kilometer von der bayerischen und etwa 15 km von der sächsischen Grenze im Egerland in der Ortschaft Maria Kulm (Chlum Svaté Maří) steht. Kirchlich betreut wird Maria Kulm vom „Orden der Kreuzherren mit dem Roten Stern“.

Ins Leben gerufen wurde der Egerländer Gebetstag vom ehemaligen Vorsitzenden des „Fördervereines Maria Kulm“ Josef Döllner aus Gröbenzell bei München, der mit seiner Frau anwesend war. Begrüßt wurden die anwesenden Gläubigen in der Kirche durch den derzeitigen Vorsitzenden des „Fördervereines Maria Kulm“ Dr. Helmut Eikam aus Schrobenhausen.

Bereits seit langen Jahren nehmen an diesem Treffen die All-Eghalanda Gmoi Rawetz (Marktredwitz) und auch der Bund der Deutschen-Landschaft Egerland teil. Der Bund der Deutschen-Landschaft Egerland war in diesem Jahr vertreten vom Vorsitzenden Alois Rott und seinem Stellvertreter Georg Pötzl mit ihrer vor zwei Jahren in Eger geweihten Standarte und in Egerländer Tracht. Mit drei Fahrzeugen nahm auch die All-Eghalanda Gmoi Rawetz mit Gmoifahne und mehreren Trachtenträgern teil. Auch Landtagspräsident a. D. Johann Böhm war zu Besuch in Maria Kulm. Die Eghalanda Gmoi München war mit ihrem Vüarstäiha Bruno Püchner, dessen Bruder Helmut und mit der Standarte der Wallfahrtskirche Maria Kulm vertreten, sowie die Brüder Harbauer aus Bad Langensalza, früher Wöhr im Kaiserwald, ebenfalls mit ihrer Fahne. Von den „Freunden der Wallfahrt nach Maria Kulm“ aus Weiden war der Vorsitzende Herbert Baumann anwesend.

Den Gottesdienst feierten die Gläubigen in der stets überfüllten Wallfahrts-Kirche mit Weihbischof Dr. Josef Graf aus Regensburg, dem bei den Egerländern bekannten und beliebten Monsignore Karl Wuchterl und dem Kulmer Probst P. Milan Kučera o. Cr. Auch Weihbischof Dr. Josef Graf ist den Egerländern seit dem Egerlandtag 2017 sehr bekannt. Den Gottesdienst musikalisch umrahmt hat, wie seit vielen Jahren, die Bauernkapelle Münchenreuth bei Waldsassen, die nach dem Gottesdienst die anwesenden Gläubigen im Innenhof der Wallfahrtskirche unterhalten haben.

Nach dem Gottesdienst konnten sich die Gläubigen mit Kaffee, Kuchen und Gulasch in einem Teil des Kreuzganges stärken. Die Vertreter des Bund der Deutschen-Landschaft Egerland und der All-Eghalanda Gmoi Rawetz zogen es vor, nach ausgiebigen Gesprächen mit bekannten Personen, nach Königsberg a. d Eger in der ehemaligen Brauerei der Familie Has von Hasenfels zu stärken. Nach einem ausgiebigen Essen in der Brauerei-Gaststätte wurde dann wieder der Heimweg nach Eger und Marktredwitz angetreten.

Wie immer konnten die Teilnehmer feststellen, dass es wieder „schäi woar“ und der Egerländer Gebetstag für alle Besucher bleibende Erinnerungen an die Zeiten vor der Vertreibung und seit der Öffnung der Grenze zu unserer ehemaligen Heimat hinterlassen haben.

Günther Wohlrab

Das Kennenlernen der Schönheiten der Volksarchitektur war das Ziel der Veranstaltung, die am Samstag, den 13.7.2019 im Freilichtmuseum Taubrath/Doubrava in der Region Eger/Cheb begann. Die Region Karlsbad nahm an der bundesweiten Veranstaltung "Tage der Volksarchitektur" zum erstenmal teil.

„Wir möchten zeigen, dass nicht nur der Süden Böhmens und Mährens aus dieser Perspektive interessant ist“, sagte Jan Konůpek vom National Denkmal Institute. Er hat eine besondere Beziehung zu Taubrath/Doubrava. Das sogenannte Rustlerhof gehört seinem Schwiegervater Karl Schmied. "Es ist eine der wenigen Höfe, die nach 1945 noch geblieben sind", sagte Konůpek.

„Es ist eines der ältesten Egerländer Fachwerkhäuser“, prahlte Karel Schmied, der Eigentümer des einzigartigen Denkmals, bei der Eröffnung der Tage der Volksarchitektur. "Der letzte Umbau stammt aus dem Jahr 1751. Seitdem hat sich nicht viel geändert", erklärte er. Aber die erste Erwähnung von Taubrath/Doubrava ist viel älter. "Und das von 1313", bestätigte er.

In Taubrath/Doubrava sehen Sie die meist erhaltenen Egerländer Fachwerkhäuser in der Region. Aus diesem Grund wurde das Gebiet 1996 zum dörflichen Naturschutzgebiet erklärt. Rustlers Bauernhaus beherbergt heute ein Museum für Landwirtschaft und Volksleben. Bei der Eröffnung der Tage der Volksarchitektur wurden Beispiele des Volkshandwerks dokumentiert, wie die Herstellung von Dachschindel oder Schmiedewerkstatt.

„Das Dorf Taubrath/Doubrava hat auf wundersame Weise alle historischen Umkehrungen überstanden und ist somit ein einzigartiges Zeugnis der ursprünglichen Volksarchitektur der Region Eger. Wir freuen uns daher sehr, dass wir Besucher direkt in die Räumlichkeiten des Rustlerhofs einladen und ihnen das für unsere Region typische vorstellen konnten “, sagte die stellvertretende Landrätin der Region Karlsbad, Daniela Seifertová.

Anlässlich der Veranstaltung wurde auch ein neuer Fremdenführer für Volksbauten in der Karlsbader Region herausgegeben.

Die diesjährigen Tage der Volksarchitektur sind die siebten in Folge. Laut lidove-stavby.cz wurde die Tradition im Jahr 2013 anlässlich des 200. Geburtstages von Jakub Bursa gegründet, einem renommierten Maurermeister und Volkskünstler, der in der Nähe von Wolin/Volyně und Wällischbirken/Vlachovo Březí in der Region Prachatitz/Prachatice wirkte. Die Karlsbader Region hat sich dieser Initiative in diesem Jahr zum ersten Mal angeschlossen.

Der Bund der Deutschen-landschaft Egerland nahm mit einigen Mitglieder auch teil. Franz Severa aus Trinksaifen/Rudné bei Neudek sang und spielte für die Besucher auf seiner Ziehharmonika die alten Lieder aus dem Erzgebirge.

Die Geschichte

Im Jahr 1313 wurde Taubrath erstmals in einer Urkunde erwähnt, als Arnold, Domherr in Prag und Geistlicher in Königsberg an der Eger/Kynšperk nad Ohří, einen Streit zwischen der Komturei des Deutschen Ordensin Eger und dem Hospital des Kreuzherrenordens schlichtete und dem Deutschen Orden die Einkünfte aus dem Dorf Taubra zugesichert wurden. Taubra erscheint in den Archivbeständen des Kreuzherrenordens mit dem Ortsnamen „Tauber“ und „Taubenhof“.

Diese wechselnden Schreibformen des Ortsnamens setzen sich durch die Jahrhunderte fort und enthalten das Grundwort Tawrik oder Towrik, welches auch in Flurnamen vorkam und auf einen vergessenen Platz zur Erzverhüttung oder eine untergegangene Burg hinweist. Die „Tawrikgaß“ war ein Fahrweg nach Altalbenreuth, eine Wiese nach Unterlosau hieß die „Tawrikwies“ und die Auenlandschaft gegen Stabnitz hieß die „Tomrik“. Gesicherte Ortsnamen von Taubrath sind im Jahr 1313 „Taubra“, 1322 „Tauberat“, 1392 „Taverat“, 1395 „Tawbrat“, 1350 „Taubra“, 1798 „Taubarat“, 1842 bis 1945 „Taubrath“, „Tauwaraad“, „Tawrik“ und nach 1945 „Doubrava“.

Das Klauensteuerbuch der Stadt Eger aus dem Jahr 1392 enthält die ersten gesicherten neun Personennamen in Taubrath. Das Musterungsbuch aus dem Jahr 1395 nennt neun wehrpflichtige Bauern. Im Jahre 1606 verkaufte der Orden vom Heiligen Kreuz das Dorf Taubrath und seine Einkünfte an den Ratsherrn Wolfgang Bayer in Eger und die Bauern des Dorfes unterstanden bis zum Jahr 1848 dem Magistrat der Stadt Eger.

Im Jahr 1780 wurde auf Feldern bei Taubrath Cobalt-Manganerz gefunden, das damals „Schwarzer Erdkobold“ genannt wurde. Es kam zu einer Mutung nach diesem Erz und es bestand bis in das 19. Jahrhundert ein Bergbau, dessen Gruben aufgelassen wurden, als kein reines Cobalterz mehr gefunden wurde.

Durch eine Gemeindeordnung des Jahres 1850 kam Taubrath zur Gemeinde Altalbenreuth/Mýtina und gehörte mit sieben weiteren Ortschaften zur Pfarrei Palitz. Davor war sie seit 1787 Pfarrdorf in der Pfarrei Neualbenreuth. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) wurden die deutschsprachigen Einwohner von Taubrath durch die Beneš-Dekrete zum Verlassen des Ortes gezwungen und kamen als Heimatvertriebene meist nach Bayern.

Am heißen Nachmittag den 6.7.2019 fand in den Bergarbeiterheim in Falkenau eine schöne Aktion statt in Zusammenarbeit vom Bund der Deutschen Landschaft Egerland, der Egerländer Gmoi Nürnberg und der Ortsgruppe Falkenau. Im kleineren Saal des Falkenauer Bergarbeiterheimes, mit guter Zuschauerzahl aus unseren Ortsgruppen und der Gmoi Nürnberg, konnte man Egerländer und Erzgebirgische Volkslieder hören, sowie Egerländer Volkstänze anschauen. Zur Unterhaltung spielten und sangen die Familie Deistler mit der Gmoisinggruppe, das Duo Heidrun und Kurt Schnabel und die Målaboum. Die Teilnehmer haten viel Spaß und sangen die alten Lieder der Heimat mit. Auch die Mitteilung bei dem Grußwort vom Vorsitzenden vom BdD Alois Rott und den Vorsitzenden der OG Falkenau, das die Kaffeemaschine ihr Leben aufgab, konnte die gute Laune nicht beeinflussen. Trotzdem haben die Kolatschen, Elbogner Pumpernickel und die belegten Brote allen geschmeckt.

Ein Teil dieser Aktion war auch die offizielle Vorstellung eines neuen Buchs vom BdD an die Öffentlichkeit. Das Buch „Eger in den Jahren 1938-1945“ vom Autoren PhDr. Miroslav Brož, beschreibt das Leben der Bürger der Stadt Eger in diesen Jahren. Beschrieben wird das Wirtschaftsleben und Politische Ereignisse in dieser Zeit. Der Autor befasst sich auch mit den Kriegsgefangenenlagern, zerstörerischen Bombenangriffen, der letzten Verteidigung der Stadt 1945 gegen die Amerikaner und letztlich der Vertreibung der Deutschen Bevölkerung und Neubesiedelung von Eger durch tschechische Bürger. Der Autor benutzte die Quellen von Zeitzeugen und Archiven. Das Buch fand reges Interesse bei den Teilnehmern. Es steht jetzt zur Verfügung in unserem BGZ in Eger.

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