Totenehrung im Soldatenfriedhof Eger und in Karlsb...08 Jun 2021 11:41

In der Hauptversammlung es Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland am 08. Mai wurde beschlossen, dass am 22. Mai eine Totenehrung im Soldatenfriedhof in Eger und anschließend in Karlsbad stattfinden soll.

So trafen sich am Samstag neben dem Vorsitzenden des Bundes der Deutschen, Alois Rott und dem Geschäftsführer des BGZ Eger, Ernst Franke, noch Delegierte aus Eger, Neusattl und Falkenau. Zur großen Freude hatte auch der aus dem Kreis Marienbad stammende Dekan und Monsignore Peter Fořt aus [ ... ]

BERICHTEWeiterlesen…
Neue Mitglieder im BdD-LE05 Mai 2021 09:02

Anfang März hat mich die ehemaligen Vorsitzende Frau Helena Wiesner des den Heimatverein Luditz, Buchau, Deutsch-Manetin e.V. kontaktiert. Nach mehreren Telefonaten haben wir uns gegenseitig über unsere Aktivitäten und möglicherweise die Zusammenarbeit informiert.

Dann zeigte die Familie Wiesner Interesse an einem Beitritt zu unserem Verein BdD-LE und ich freute mich ihre Mitgliedschaft zu unterstützen Ich habe hiermit Frau Helena Wiesner gebeten, sich in unserer Presse vorzustellen. Ich [ ... ]

BERICHTEWeiterlesen…
Änderung in der Vorstandschaft der Ortsgruppe Falk...05 Mai 2021 08:50

Die Ortsgruppe Falkenau im „Bund der Deutschen-Landschaft Egerland“ und im „Deutschen Kulturverband“ gehört zu den ältesten Kulturgruppen deutschstämmiger Bürger in der heutigen Tschechischen Republik. Sie wurde anfangs der 1950er Jahre als „Theater- und Gesangsverein Sokolov“ gegründet und hat also eine sehr lange und alte Tradition. Da auch mein Vater aus Falkenau stammt habe ich bereits seit 1980 immer wieder Kontakte zu Personen aus dieser Ortsgruppe. Die über Jahre kommunistisch [ ... ]

BERICHTEWeiterlesen…
Hilfe in der Corona Pandemie05 Mai 2021 08:46

Gegen Ende des alten Jahres und Beginn des neuen Jahres brach in Eger/Cheb eine neue Welle der Covid-19-Pandemie aus. Innerhalb weniger Tage war das Krankenhaus in Eger/Cheb voll mit Covid 19 Patienten. Das Krankenhaus in Eger/Cheb hat immer noch Probleme mit freien Betten und Mangel an Personal im Krankenhaus.

Zu Beginn des neuen Jahres kam unser Vorsitzender Alois Rott vom BdD-LE zum BGZ und sagte mir, dass er die gemeinsamen Kontakte sowohl mit mir als auch mit den Mitgliedern unserer Verbände [ ... ]

BERICHTEWeiterlesen…
Other Articles

Bis zum Jahr 1690 war in großen Teilen Europas der Jahreswechsel am 6. Januar. Ab dem Jahr 1691 verlegte Papst Innozenz Xll. den Neujahrstag auf den 1. Januar. Dies galt natürlich auch für das Egerland – und es erklärt, weshalb sich hier einige Bräuche, die ansonsten auch für Neujahr gelten, am 6. Januar erhalten haben. Daher hieß der 6. Januar, in manchen Regionen des Egerlandes auch „s‘ Håuch nei Gåu(h)a“, das „hohe Neujahr“.

In früherer Zeit traten auch am Dreikönigstag die Gellerer auf. Bereits in vorchristlicher, germanischer Zeit gab es den Brauch, dass der Hausherr zum Jahreswechsel mit einer Räucherpfanne durch sein Anwesen ging, dabei Zauberformeln aufsagte und Heilzeichen zur Abwehr von Dämonen anbrachte. Dieser Brauch war noch im Mittelalter in Deutschland weit verbreitet. Weihrauch am Dreikönigstag und das Anbringen von Kreuzen und der Segensformel „C M B“ (Christus Mansionem Benedicat = Christus segnet dieses Haus) mit geweihter Kreide am Hauseingang, werden in Zusammenhang damit gesehen.

Auch im Egerland zogen die Sternsinger zur Erinnerung an die Heiligen Drei Könige von Haus zu Haus. Ein altes weißes Männerhemd konnte dabei als Soutane dienen, eine weiße Tüte die edle Kopfbedeckung ersetzen. Einer hatte ein rußgeschwärztes Gesicht und einer hielt einen Stab mit einem Stern darauf, der sich während des Vortrags mittels einer einfachen Rolle in Drehbewegungen versetzen ließ.

„Die heilinga drei Könich mit ihrem Stern,

Sie kommen zu enk aus weiter Fern,

Und suchen das neugeborene Kind,

Der Stern am Himmel hat’s verkündt.

Der Kåspa kommt aus dem Inderland,

Der Melcha haust im Wüstensand,

Der Bålza ist noch viel weiter her,

Saa(n‘ Land liegt an dem großen Meer.

Wir sind seit langem schon auf den Füßen,

Und wollen den neuen Heiland grüßen.

Er bringt enk Gottes Segen ins Haus,

Wir betn uns eine Gabe aus.“

[betn = bitten]

Im Anschluss wurde die bekannte Formel an Türen und Toren des Wohngebäudes mit Kreide

angebracht, manchmal auch an den Stallgebäuden oder auch am Taubenhaus. Die Kreide war am Tage im Rahmen der „Wasserweihe“ geheiligt worden, bei der zudem auch in manchen Teilen Salz, Zwiebeln und Knoblauch geweiht worden waren. Die geweihten Zwiebeln bzw. der geweihte Knoblauch wurden in der Nähe der Tür aufgehängt, damit sie böse Geister am Eintreten hinderten. Hingen die geweihten Zwiebeln oder der Knoblauch beim Ofen, so boten sie Schutz gegen Zauberei und Verhexung und zogen Krankheiten auf sich.

Geweihtes Salz und geweihtes Wasser vom Dreikönigstag halfen Hexen fernzuhalten, z.B. indem sie beim Buttern mit ins Butterfass gegeben wurden, zudem unterstützten sie die Haltbarkeit, da diesem Wasser nachgesagt wurde, dass es sich sieben Jahre oder länger halten sollte, ohne schlecht zu werden. Außerdem dienten sie als Zusätze bei der Nahrung, z.B. bei Tieren im „Trånka“ oder im „G‘leck“ und bei Menschen sollten sie Fieber und Halsschmerzen heilen.

Auch in den Wohnstuben gab es Weihwasser, mit dem man sich benetzen konnte, an der Wand in einer besonderen Schale aus Porzellan oder Zinn.

Haustiere wurden bei Verkäufen oder bei Käufen mit Weihwasser besprengt, insbesondere, wenn sie das erste Mal auf den Hof kamen.

Am Dreikönigstag besprengte der Bauer den Hof und die Gebäudeteile mit dem frisch geweihten Weihwasser, später auch die Felder.

Am Abend des Dreikönigtags tranken die Egerländer gemeinsam im Wirtshaus „d‘ Störk“, also auf die „Stärke“ – für das kommende Arbeitsjahr.

Aus dem Buch: Eger und das Egerland – Volkskunst und Brauchtum

Am 13.12.2019 besuchte die ehemalige Justizministerin, heutige Abgeordnete und Menschenrechtsbeauftragte Frau Prof. JUDr. Helena Válková, CSc. das Rathaus der Stadt Eger. Sie ist auch eine Kandidatin für eine Ombudsmännin in der Tschechischen Republik. Zu dem gemeinsamen Gespräch mit dem Bürgermeister wurde auch Martin Dzingel, Präsident der „Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik e.V.“ und Alois Rott „Vorsitzender des Bund der Deutschen – Landschaft Egerland“ eingeladen.

Das Thema des Gespräches war die Einrichtung einer Grundschule mit deutsch - tschechischem Unterricht. Der voraussichtliche Einführungstermin soll das Schuljahr 2021-2022 sein. Die anwesenden Vertreter der Stadt Eger waren sehr positiv und versprachen jede mögliche Unterstützung dieses Projektes.

Bei dieser Gelegenheit äußerte Frau Válková den Wunsch unser BGZ zu besuchen. Sie interessierte sich sehr für unsere Aktivitäten und lobte die Einrichtung, unsere Räumlichkeiten und die Lage im Zentrum der Stadt. Unsere Ausstellung über die ehemaligen Mühlen im Egerland fand ihr reges Interesse.

Zum Abschied erhielt sie unsere Prospekte wo wir die Aktivitäten unseres Vereines und des Kulturverbandes vorstellen. Sie wünschte uns viel Erfolg in der Zukunft.

Alois Rott

Der Dezember ist der Monat an dem die meisten Veranstaltungen in allen Ortsgrup-pen, Gmoin und Vereinen stattfinden. So geschehen auch in diesem Jahr. Am 11. Dezember fuhren Alois Rott, Vorsitzender des Bundes der Deutsche- Landschaft

Egerland, und ich auf persönliche Einladung ins „Haus derMinderheiten“ zur Weihnachtsfeier des „Deutschen Kulturverbandes“ (KV) nach Prag. Gleichzeitig war dies die letzte offizielle Veranstaltung und Verabschiedung der bisherigen Vorsitzenden des „Deutschen Kulturverbandes“

Irena Novak. Vom neuen Vorsitzenden Georg (Jiři) Vidim wurden wir bereits vor geraumer Zeit dazu eingeladen. Nach einem Grußwort von Irena Novak und Georg Vidim eröffnete Irena Novak zusammen mit Petra Laurien eine Wanderausstellung über das Leben im Isergebirge vor 1945, der Vertreibung der dortigen Bewohner und dem heutigen Leben dort. Neben den genannten Personen waren auch der Vorsitzende der „Landesversammlung deutscher Vereine in der CZ“ MGR Martin Dzingel und der Leiter des Prager Büros der Sudetendeutschen Landsmannschaft Peter Barton teil. Anschließend gab es ein reichhaltiges Büffet. Alles war sehr schön hergerichtet und die angebotenen Speisen und Getränke ließen keine kulinarischen Wünsche offen. Mit Tatjana Matoušková trafen wir auch eine uns bereits bekannte und liebe Vertreterin der Prager Grundorganisation des KV an. Mit den zahlreichen Gästen gab es für uns viele Gespräche über das Leben und die Aktivitäten der Heimatverbliebenen in der CZ. Viel zu schnell verging dabei die Zeit und Alois Rott und ich mussten wieder den Weg nach Hause antreten. Tatjana sorgte noch dafür, dass ich von dem sehr guten böhmischen Kartoffelsalat noch eine Wegzehrung erhalten habe. Mit dem Kartoffelsalat und zwei Geschenktüten machten wir uns dann auf den Heimweg von Prag nach Eger. Es war eine schöne Gelegenheit in gemütlicher Runde die Bande zwischen Eger und Prag zu vertiefen.

Bereits am 13. Dezember fand dann die Weihnachtsfeier des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland und der Ortsgruppe Eger im Deutsch-Tschechischen Begegnungszentrum „Balthasar-Neumann-Haus“ (BGZ) in Eger statt. Alois Rott hatte dazu bereits in Prag eine Einladung an Georg Vidim ausgesprochen. Georg und Tatjana kamen auch gerne nach Eger um mit den „Heimatverbliebenen“ des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland gemeinsam die Weihnachtsfeier zu erleben.

Aus den Ortsgruppen Eger, Falkenau, Wildstein, Karlsbad und Neudek kamen zahlreiche Vertreter. So war das BGZ Eger bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach der Eröffnung durch Alois Rott und einem Grußwort von Georg Vidim erfolgte der Auftritt des tschechischen Kindergartens „Mateřská Škola Cheb“ unter der Leitung der Direktorin Carmen Gregorová. Die Kinder bekamen als Belohnung für ihren Auftritt eine gut gefüllte Weihnachtstüte. Danach wurde das reichhaltige Büffet eröffnet. Alle Besucher waren sehr begeistert und genossen Kaffee, Glühwein, Stollen und belegte Brötchen. Sieglinde Teschauer, Wildstein, und ich brachten noch zwei kurze Gedichte zum Vortrag. Neu in der Runde war eine Tochter von Franz Pfortner, dem kurz vorher verstorbenen Vorsitzenden aus Neudek. Sie lebt in Schlaggenwald und hat versprochen die Ortsgruppe Neudek zu übernehmen. Eventuell wird es durch sie auch möglich sein die ehemalige Ortsgruppe Schlaggenwald wieder zu aktivieren.

Zwischendurch wurde natürlich das eine oder andere gemeinsame Weihnachtslied angestimmt. So verging eine wunderbare Weihnachtsfeier viel zu schnell und die Teilnehmer reisten in ihre Heimatorte zurück.

Es ist immer wieder schön zu beobachten wie in der „alten Heimat“ die deutschen Traditionen gepflegt werden. Selbstverständlich, und das ist mir wichtig zu erwähnen, waren alle Wort- und Liedbeiträge in deutscher Sprache vorgetragen.

Persönlich kann ich nur sagen, dass ich stolz darauf bin dort im Egerland mitarbeiten zu können und zu dürfen. Wer einmal zu den bekannten Öffnungszeiten in Eger oder bei einer der fünf Ortsgruppen ist sollte unbedingt dort vorbei schauen. Den leider fehlenden Mitgliedern der Ortsgruppen wünscht die Redaktion des „Eghaland Bladls“ von dieser Stelle aus nachträglich noch einen guten und erfolgreichen Start ins Jahr 2020. Auch hier in Eger gilt unser Spruch

„Eghalånda halts enk zsamm“

G. Wohlrab, Vors. OG Falkenau

Im Bild 3 von links: Peter Barton, Irena Novak, Georg Vidim, Petra Laurien, MGR Martin Dzingel, Günther Wohlrab, Alois Rott, Tatjana Matoušková

Am Donnerstag, 07.11.2019, fand im „Egerländer Hof“ in Karlsbad die Jahresversammlung der Ortsgruppe Karlsbad des Bundes Deutschen-Landschaft Egerland statt. Da der Vorsitzende des Bundes Alois Rott und ich sowieso einen wichtigen Termin im Rathaus in Falkenau hatten freuten wir uns sehr darauf, dass wir diese Fahrt mit einem Besuch in Karlsbad verbinden konnten.

Pünktlich um 15:00 Uhr eröffnete Die Vorsitzende Irene Kasakova die Sitzung und begrüßte natürlich Alois Rott und mich als Gäste.

Von den annähernd 50 Mitgliedern der Ortsgruppe waren 24 Personen anwesend. Anschließend folgte die Totenehrung der verstorbenen Mitglieder der Ortsgruppe der letzten zwölf Monate.

Danach bat Irene Kasakova nun Alois Rott um ein Grußwort und um aktuelle Infos des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland. Rott bedankte sich für das Grußwort und berichtete über die Aktivitäten des Bundes mit aktiver Beteiligung der Ortsgruppe Karlsbad. Dies war zuletzt das Mundart-Seminar am 19.10. in Franzensbad mit insgesamt 60 Teilnehmern und der Sitzung am 06.11. beim Bezirk Karlsbad. Rott bat auch darum, dass evtl. die Ortsgruppe Karlsbad einen Vorschlag macht, wer im kommenden Sommer als Beauftragter des Bundes die Aufgabe eines Delegierten im Bezirk Karlsbad übernehmen würde.

Aus dem Tätigkeitsbericht der Vorsitzenden erfuhr man noch einmal alles wissenswerte wie eine durchgeführte Fahrt nach Kaaden und Klösterle, die Teilnahme beim Sudetendeutschen Tag in Regensburg und beim Egerlandtag in Marktredwitz, Teilnahme am Mundart-Seminar in Franzensbad und zuletzt noch eine Kranzniederlegung am 1.11. im Friedhof von Karlsbad. Sie bedankte sich auch bei ihrem Stellvertreter Werner Kraus für die regelmäßigen Bewirtungen im „Egerländer Hof“ bei den Monatsversammlungen.

Den Kassenbericht verlas Trude Skrabal mit den Einnahmen und Ausgaben der letzten zwölf Monate. Sie informierte auch über die eingegangenen Spenden und verwies auf die großen und kleinen REHA- Maßnahmen die über die „Landesversammlung der deutschen Vereine in der CZ“ jährlich angeboten werden. Diese sind auch für das Jahr 2020 wieder in Aussicht gestellt.

Zu den vorgetragenen Berichten wurde kein Einwand der Mitglieder erhoben und auch keine weiteren Fragen gestellt. Der große Applaus bestätigte die gute Arbeit des Vorstands.

Nach den durchgeführten Regularien servierte Werner Kraus mit seinem Team erst einmal eine hervorragende Kürbissuppe und als Abschluss Kaffee und Kuchen. Alois Rott und ich nutzten die Gelegenheit uns auch mit verschiedenen Mitgliedern aus Karlsbad zu unterhalten und traten dann gegen 17:00 Uhr wieder den Heimweg nach Eger und Marktredwitz an.

Günther Wohlrab

Joomla SEF URLs by Artio