In der Hauptversammlung es Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland am 08. Mai wurde beschlossen, dass am 22. Mai eine Totenehrung im Soldatenfriedhof in Eger und anschließend in Karlsbad stattfinden soll.

So trafen sich am Samstag neben dem Vorsitzenden des Bundes der Deutschen, Alois Rott und dem Geschäftsführer des BGZ Eger, Ernst Franke, noch Delegierte aus Eger, Neusattl und Falkenau. Zur großen Freude hatte auch der aus dem Kreis Marienbad stammende Dekan und Monsignore Peter Fořt aus Graslitz Zeit. Es ist auch gelungen einen Trom-petenspieler zu engagieren.

Punkt 10:00 Uhr machte sich die Gruppe mit dem Fahnen-träger Herbert Mockel, dem Priester und dem Trompeter mit dem Musikstück „Ich hatt` einen Kameraden“ auf den Weg zum Ehrenkreuz im Soldatenfriedhof. Nach den geistlichen Worten des Priesters und eines weiteren Musikstück erklärte Ernst Franke einige Besonderheiten des Friedhofs wo unter einem Erdwall rund 800 Egerer Bürger in einem Massengrab beigesetzt sind. Sie wurden bei einem Fliegerangriff im April 1945 getötet. Anschließend sprach der stellvertretende BdEG-Bundesvüarstäiha Günther Wohlrab einige Gedenkworte. Danach wurden Blumen und ein Blumengesteck niederge-legt. Nach einem weiteren Musikstück marschierte die Gruppe zum Parkplatz zurück.

Im strömenden Regen ging es dann weiter nach Karlsbad wo der Regen dann endete.

Die Delegierten aus Karlsbad und Falkenau erwarteten uns dort bereits. Auch hier begab sich ein kleiner Zug, marschierend hinter der Fahne und Msgr. Fořt auf den Weg zu einem zentralen Kreuz und dann zu einem Denkmal für gefallene Soldaten des 2. Weltkriegs. An beiden Stellen sprach der Priester einige nachdenkliche Worte und es wurden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet. Ein kurzer Weg über den Friedhof führte unter anderem vorbei an den Grabstellen der Familien Mattoni und Becher. Das Grab unseres großen Heimat-dichters und Schriftstellers Josef Hofmann konnte leider nicht besucht werden.

Nach der Zeremonie und dem Rundgang auf dem Karlsbader Friedhof mussten wir uns leider von Msgr. Fořt verabschieden, da er noch einen Termin in Graslitz hatte. Der Priester war ein sehr angenehmer Geistlicher und nicht nur weil er die persönlichen Worte in bester Eghalanda Mundart sprach. Nein, er fand sehr eindrucksvolle Worte zu den beiden Gedenkveranstaltungen. Dem Wunsch von Monsignore Fořt unseren „Floderer“ mal tragen zu können kam Günther Wohlrab gerne nach und lieh ihm hierzu seinen Floderer. Msgr.  Fořt setzte ihm dafür zur Belustigung der Teilnehmer sein „Birett“ auf. Die beiden Kopfbedeckungen haben  gepasst wie angemessen, allerdings sah Msgr. Fořt mit dem Floderer besser aus als Wohlrab mit dem Birett.

Bereits bei der Hauptversammlung in Eger teilte Werner Kraus, Besitzer des Egerländer Hofes (Chebsky dvůr) mit, dass er die Teilnehmer anschließend zu Kaffee, Kuchen und einer warmen Suppe einlädt. So fuhr die Fahrzeugkolonne zu Werner`s Gastronomie am Karlsbader Schlossberg. Seine Frau hatte bereits alles vorbereitet. Und zu meiner großen Freude gab es erst einmal eine köstliche Krautsuppe und danach Kaffee und Schwarzbeerkuchen. So gegen 17:00 Uhr machten sich dann alle Teilnehmer wieder auf den Heimweg und dankten Werner Kraus für seine Gastfreundschaft und Verköstigung.

Am selben Tag erreichte uns noch eine Grußbotschaft von Msgr. Fořt mit einem Dank für das Treffen, Gebet und die Fürbitten für alle Opfer der schlimmen Kriege. Er informierte auch, dass er für die Kriegsopfer bereits am 23. Mai in Graslitz und am 25. Mai in Maria Kulm jeweils eine hl. Messe gelesen hat. Persönlich fügte er noch hinzu, dass er es nie für möglich gehalten hat zu einer solchen Totenehrung zusammen mit den Heimatverblie-benen Egerländern und in deren Trachten in Tschechien gemeinsam beten zu können.

G. Wohlrab

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