Geschichte der Stadt Neudek01 Okt 2018 10:34

Neudek gilt als älteste Bergstadt des Westerzgebirgesund entstand vermutlich durch oberfränkische Zinnseifner die sich gegen Ende des 13. Jahrhunderts unterhalb der Burg Neudek niederließen, die wohl der Ritter Konrad Plick erbaute, der somit auch als Gründer des Ortes anzusehen ist. Die Bergleute waren dem Verlauf des Flusses Rohlau gefolgt in das Gebiet vorgedrungen. Das bis dahin unbesiedelte Territorium gehörte dem Kloster Tepl. Die neuen Siedler stießen hier [ ... ]

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Wallfahrtstag in Pistau01 Okt 2018 10:17

Am 26.8.2018 fand um 15.00 Uhr eine Wallfahrt in der noch gut erhaltenen St.-Bartholomäus-Kirche im Wallfahrtsort Pistau statt. Auch wir vom Bund der Deutschen -Landschaft Egerland nahmen waren dabei. An dem festlichen Gottesdienst nahmen Pilger aus Deutschland und der Pilsner Diözese teil. Den zweisprachigen Gottesdienst zelebrierte der Abt des Klosters in Tepl, P. Zdeněk Filip Lobkowicz O.Praem und P. Klaus Oehrlein aus Würzburg. Nach dem Gottesdienst wurden wir alle zu Gesprächen bei [ ... ]

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Wallfahrt der Diözese Pilsen nach Tepl01 Okt 2018 10:00

Am 15.9.2018 fand im Kloster Tepl die Diözesen Wallfahrt statt. An den Vorträgen und den Gottesdienst nahmen teil: Bischof Rudolf Voderholzer aus Regensburg, Bischof Tomáš Holub aus Pilsen, P. Filip Zdeněk Lobkowitz O.Praem aus Tepl, P. Vít Zatloukal, P. Kadlec und die Selesianer. Die Kirche war so voll das viele Pilger draußen stehen mussten. „Es ist schön zu sehen, dass die kirche heute nicht reicht. Haupsächlich in west Böhmen ist das ein erfreuliches Bild,“ lobte Bischof Rudolf. [ ... ]

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Bund der Deutschen und Gmoi Rawetz bei der Hohenbe...24 Aug 2018 08:21

Bereits das sechste Mal veranstaltete in diesem Jahr die Stadt Hohenberg in und um die dortige Burganlage herum ihre „Sommerlounge“. Hier stellten sich Landkreise, Städte, Handeltreibende und zahlreiche Vereine, Verbände und Organisationen dem interessierten Publikum vor.

Am 3. August trafen sich vom Bund der Deutschen-Landschaft Egerland der Vorsitzende Alois Rott und sein Stellvertreter Ernst Franke mit dem Vüarstäiha der All-Eghalanda Gmoi Rawetz bei herrlichstem Sommerwetter um diese [ ... ]

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Wie jedes Jahr waren der Bund der Deutschen - Landschaft Egerland und das BGZ- Eger am 69. Sudetendeutschen Tag in Augsburg dabei, um ihre Arbeit zu präsentieren und die Kontakte zu den vertriebenen Sudetendeutschen, speziell mit den Egerländern, zu pflegen.

Wir erfreuten uns an dem äußerst regen Zugang an unseren Stand. Unsere Besucher, meistens gebürtige Egerländer, sowie deren Nachfahren, die bereits in Deutschland geboren wurden, hatten großes Interesse und natürlich viele Fragen! … wie heißt der Heimatort meine Eltern und Urgroßeltern heute, wo finde ich die Sterbe- und Geburtsbücher, wie sieht es heute im Egerland aus, wie sind die Leute da … usw.

Wir hatten auch einen sehr hohen Besuch von der Bayerischen Staatsregierung, nämlich die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales Frau Kerstin Schreyer MdL. Sie informierte sich kurz bei über die Arbeit des Bundes der Deutschen – Landschaft Egerland und des Begegnungszentrums Balthasar Neumann.

Weiterhin hatten wir einige Videos zur Vorführung über die Wahlfahrtkirchen im Egerland, den Tillenberg und den drei Bädern Karlsbad, Marienbad, Franzensbad. Alles fand bei den Besuchern ein reges Interesse.

Am Sonntag waren wir mit unserer Fahne am Einzug der „Fahnenabordnungen und Trachtengruppen“ in die Schwabenhalle dabei.

Für uns war es wieder ein gelungenes Ereignis und wir freuen uns bereits jetzt auf das nächste Jahr!

Dank der Zuwendung seitens des BMI konnte der „Bund der Deutschen in Böhmen, e.V. (BdDB)“ zu der Jubiläumsbegegnung nach Tepl einladen. Dass diese Maßnahme sehr beliebt ist, zeigte die Rekordzahl der Teilnehmer und  dass sie wichtig ist, konnte man an der Zahl der führenden Personen sehen: der Vorsitzende vom BdDB, Måla Richard (Šulko) konnte folgende Gäste begrüßen: aus Pilsen die Vorsitzende des „Vereines der Deutschen in Böhmen, Region Pilsen, e. V.“, Frau Terezie Jindřichová, aus Eger den Vorsitzenden vom „Bund der Deutsch-Landschaft Egerland“, Herr Alois Rott, aus Wasseralfingen den „Bundesjugendführer“ der „Egerland-Jugend“, Herrn Alexander Stegmaier und aus Theusing  den Vorsitzenden des Vereins „Unter dem Dach“, Herrn Jiří Schierl.

Kurz nach Mittag an „Christi-Himmelfahrttag“ konnte man auf dem alten Klosterfriedhof schon zwei Motorsensen hören: Der Alex und Richard starteten die Säuberung des Friedhofs. Später kamen dann mehrere dazu. Insgesamt waren an dem verlängerten Wochenende 22 Personen anwesend. Schade, dass alle drei Bobcats, mit denen die ganz schweren Grabsteine aufgerichtet werden sollte, belegt waren. Man musste sich dann in der großen Menge der umgefallenen und umgeschmissenen Grabsteine nur die aussuchen, die man mit vier Männern heben konnte.

Am 1. Mai 2018 ging es mit einer abenteuerlichen Fahrt nach Maria Stock, ein heiliges Ziel der Würzburger seit 1981. Schon bei der Ankunft am Kreuz in Maria Stock kurz vor zehn Uhr konnte es jeder sehen: das wird heute ein Erlebnis! Geschätzte hundertsiebzig! Pilger machten sich auf den Weg mit drei Stationen: Die Prozession führten zwei Vereinsfahnen an: die vom „Bund der Deutschen in Böhmen“ aus Netschetin, getragen vom Vorsitzenden Richard Šulko und die vom „Bund der Deutschen-Landschaft Egerland“ aus Eger, getragen vom Vorsitzenden Alois Rott. Unter den Pilgern, die zumeist Deutsch sprachen, waren Deutsche, Österreicher, Deutschböhmen und Egerländer. Neben dem voll besetzten Bus der „Ackermann-Gemeinde“ aus Würzburg kam ein Bus aus Komotau, mit den dort lebenden Deutschen und viele, viele PKW aus allen möglichen Ecken der Welt. Als Hauptzelebrant führte die Prozession der Abt des Klosters in Tepl, P. Zdeněk Filip Lobkowicz, OPraem an. Mit ihm feierten die Hl. Messe mit: P. ThLic. Mariusz Kuźniar, Th.D. aus Ořech bei Prag, P. Klaus Oehrlein aus Würzburg und Bruder Norbert aus dem Stift Tepl. Die musikalische Begleitung übernahm Terezie Jinřichová, Vorsitzende vom „Verein der Deutschen in Böhmen, Region Pilsen“. Der wohl beeindruckendste Augenblick kam, als die Gläubigen zur hl. Kommunion kamen: sie bildeten zwei Reihen und die „Warteschlange“ nahm nicht ab! Das Schlusslied „Segnete Du, Maria“ begleitete dann alle beim Ausgang aus der Kirche. Der Verein „Unter dem Dach,“ unter der Führung von Jiri Schierl hatte genügend Gulasch und Würste organisiert und damit bekam neben der Seele auch jeder Körper das Seine.

                                                                                                                                                                                                                                          Richard Šulko, Fotos von Thomas Marat Leicht

Eigentlich werden ja Kriegerdenkmäler im „Trauer- und Gedenkmonat“ November besucht. Da die Zeit da jedoch immer sehr knapp ist und das Wetter auch nicht immer vorhersehbar ist haben sich Marianne und ich entschlossen diese wichtigen Zeitzeugen unserer deutschen Vergangenheit im Egerland, der heutigen Tschechischen Republik, bereits im Frühjahr zu besuchen. Meine Stellvertreterin im „Deutschen Kulturverband“ und im „Bund der Deutschen-Landschaft Egerland“, Ortsgruppe Falkenau, habe ich das große Glück jemanden an der Seite zu haben die sich im Egerland und besonders im Kaiserwald sehr gut auskennt und einen riesigen Wissensschatz hat.

Bei schönstem Frühlingswetter machte ich mich also mit Marianne Vankova auf den Weg um einige bekannte Kriegerdenkmäler im Kaiserwald zu besuchen. Begonnen haben wir damit in Birndorf (Hruškova). Dieses Kriegerdenkmal steht genau in der Ortsdurchfahrt vor einem neu angelegten Tennisplatz mit Sportheim. Es ist sehr gepflegt und der kleine Zaun um das Denkmal war sauber und frisch lackiert. Als äußeres Zeichen unseres Besuches hinterließen wir, wie bei jedem besuchten Kriegerdenkmal, eine brennende Kerze. Der weitere Weg ging dann nach Prösau (Březova). Von Birndorf aus kamen wir an einer großen Lichtung vorbei wo wir einen tollen Blick auf Falkenau und auf den Flecken des verschwundenen Dorfes Wudingrün hatten. Einen Teil des ehemaligen Dorfes ziert heute ein schön angelegter See im ehemaligen Kohlenabbaurevier. Die an der Straße von Eger nach Falkenau gelegenen Kohleabraumflächen werden seit einigen Jahren wieder renaturiert, was dem Gebiet wieder einen freundlich, beschaulichen und ordentlichen Eindruck vermittelt.

Das Kriegerdenkmal in Prösau ist ebenfalls sehr schön hergerichtet und wird von zwei Bäumchen flankiert die sich über der Mitte des Denkmals zusammen neigen. Der Besuch in Prösau war mir sehr wichtig in Erinnerung an unseren leider schon verstorbenen Vüarstäiha der Gmoi Erfurt Josef (Seff) Löffler. Nach einer kurzen Verweildauer fuhren wir dann weiter nach Ruditzgrün (Rudolec). Auch dieses Kriegerdenkmal war in einem sehr gepflegten Zustand. Einmalig ist dieses Kriegerdenkmal da sich dort eine zweisprachige Gedenktafel befindet. Das letzte Ziel unserer Fahrt zu den Kriegerdenkmälern war dann Kirchenbirk (Kostelni Břiza). Gleich am Dorfeingang steht die Dorfkirche deren Außenfassade, wie bei vielen Kirchen im Egerland, einen erbärmlichen Anblick abgibt. Auch der dazu gehörige Friedhof ist in einem sehr unansehnlichen Zustand. Es war auch nicht in einziges Grab mehr zu sehen. Im inneren der Kirche fanden wir zahlreiche Baugerüste vor. Hier war festzustellen, dass das Kircheninnere gerade neu hergerichtet wird. Das einzige was noch an ein Gotteshaus erinnert war der schwere, gemauerte Altartisch und die leere Orgelempore. Die schweren Zugangstüren waren bereits neu gemacht und abschließbar. Die kleine Dorfgaststätte direkt neben der Kirche ist im „Egerländer Stil“ sehr schön renoviert. Wir nutzten natürlich gleich die Gelegenheit dort unser Mittagessen einzunehmen. Auch das Innere der Gaststätte war sehr gepflegt, das Essen vorzüglich und ein sehr freundliches Personal. Von Marianne erfuhr ich, dass die ehemaligen Bewohner von Kirchenbirk dort immer ihr Heimattreffen durchführen. Im Obergeschoss befinden sich auch ein paar kleine Gastzimmer. Aus Kirchenbirk stammen auch die bei uns sehr bekannten Haarbauer-Brüder. Direkt gegenüber der Gaststätte ist ein größerer Parkplatz wo sich ein Gedenkkreuz aus Stein unter den schattigen Bäumen befindet.

Gestärkt mit einem guten Mittagessen fuhren wir dann zurück nach Falkenau und erlebten wieder einen schönen Nachmittag mit den Falkenauern in ihrem „Club“. Nach dem Treffen hatten wir noch eine wichtige „Mission“ zu erfüllen. Unser Bernburger Gmoivüarstäiha Gerald Fischer hatte Marianne gebeten seinen Geburtsort Krottensee (Mokrina) bei Bad Königsberg (Kynšperg) zu besuchen um dort in der kleinen, der Hl. Barbara gewidmeten, Dorfkapelle 40 Kerzen für die letzten dort noch lebenden deutschstämmigen Bewohner anzuzünden. Diesen Wunsch haben wir natürlich gerne erfüllt, ist doch Gerald wirklich noch ein echter Egerländer der an seiner Heimat und seinem Geburtsort innig hängt. Auch in Krottensee befindet sich ein zweisprachiges Kriegerdenkmal. Eine in der Nähe wohnende Frau hat uns die Kapelle aufgeschlossen und wir konnten das Innere des Kirchleins bestaunen. Ich wurde von dieser Frau auch in die kleine Sakristei hinter dem Altar geführt. Marianne hatte in der Zwischenzeit die 40 Kerzen auf einer Kirchenbank aufgestellt und angezündet. Von der Frau erfuhren wir, dass am Gedenktag von Cyril und Method (5. Juni) ein Priester aus Königsberg dort einen Gottesdienst feiert und dazu Besucher aus der gesamten Umgebung kommen. Diese müssen den Gottesdienst teilweise im Freien mitfeiern. Nach einem kurzen, stillen Gedenken traten wir dann frohen Mutes und voll von schönen Erinnerungen den Weg nach Hause an.

Marianne stieg in Königsberg bei ihrem Bruder aus, der direkt neben der bekannten und wieder renovierten Königsberger Brauerei der früheren Familie Haas von Hasenstein aus. Ein toller Tag mit vielen guten Eindrücken aus dem Kaiserwald und dem Kreis Falkenau war damit wieder zu Ende.

                                                                                                                                                                                                                                                                                   Günther Wohlrab

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