69. Sudetendeutscher Tag in Augsburg 18. – 20.05.2...30 Mai 2018 09:28

Wie jedes Jahr waren der Bund der Deutschen - Landschaft Egerland und das BGZ- Eger am 69. Sudetendeutschen Tag in Augsburg dabei, um ihre Arbeit zu präsentieren und die Kontakte zu den vertriebenen Sudetendeutschen, speziell mit den Egerländern, zu pflegen.

Wir erfreuten uns an dem äußerst regen Zugang an unseren Stand. Unsere Besucher, meistens gebürtige Egerländer, sowie deren Nachfahren, die bereits in Deutschland geboren wurden, hatten großes Interesse und natürlich viele Fragen! … [ ... ]

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25 Jahre Jugendbegegnung in Tepl 10.- 13. 5. 201830 Mai 2018 09:20

Dank der Zuwendung seitens des BMI konnte der „Bund der Deutschen in Böhmen, e.V. (BdDB)“ zu der Jubiläumsbegegnung nach Tepl einladen. Dass diese Maßnahme sehr beliebt ist, zeigte die Rekordzahl der Teilnehmer und  dass sie wichtig ist, konnte man an der Zahl der führenden Personen sehen: der Vorsitzende vom BdDB, Måla Richard (Šulko) konnte folgende Gäste begrüßen: aus Pilsen die Vorsitzende des „Vereines der Deutschen in Böhmen, Region Pilsen, e. V.“, Frau Terezie Jindřichová, [ ... ]

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Deutsch-tschechische Verständigungswallfahrt in Ma...30 Mai 2018 09:15

Am 1. Mai 2018 ging es mit einer abenteuerlichen Fahrt nach Maria Stock, ein heiliges Ziel der Würzburger seit 1981. Schon bei der Ankunft am Kreuz in Maria Stock kurz vor zehn Uhr konnte es jeder sehen: das wird heute ein Erlebnis! Geschätzte hundertsiebzig! Pilger machten sich auf den Weg mit drei Stationen: Die Prozession führten zwei Vereinsfahnen an: die vom „Bund der Deutschen in Böhmen“ aus Netschetin, getragen vom Vorsitzenden Richard Šulko und die vom „Bund der Deutschen-Landschaft [ ... ]

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Kriegerdenkmäler im Kaiserwald30 Mai 2018 08:55

Eigentlich werden ja Kriegerdenkmäler im „Trauer- und Gedenkmonat“ November besucht. Da die Zeit da jedoch immer sehr knapp ist und das Wetter auch nicht immer vorhersehbar ist haben sich Marianne und ich entschlossen diese wichtigen Zeitzeugen unserer deutschen Vergangenheit im Egerland, der heutigen Tschechischen Republik, bereits im Frühjahr zu besuchen. Meine Stellvertreterin im „Deutschen Kulturverband“ und im „Bund der Deutschen-Landschaft Egerland“, Ortsgruppe Falkenau, habe [ ... ]

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Das Osterfest ist ein traditionell geprägtes Fest in der katholischen Kirche. Gefeiert wird dieses höchste Fest im Kirchenjahr als „Auferstehungsfest Jesu“ nach seiner Kreuzigung und der nachfolgenden Grablegung in einem Felsengrab.

Auch im überwiegend katholisch geprägten Egerland gab es viele Bräuche rings um das Osterfest. So waren z. B. beim Karfreitagsgebet die Kreuze verhängt und die Kirchenglocken verstummten, da diese der Legende nach bis Ostersamstagabend in Rom verweilten Die „Ratschenbuben“ ersetzten die Kirchenglocken und liefen mit lauten, rasselnden Klappern und „Ratschen“ durch die Dörfer. Zum Dank erhielten sie bunte Ostereier, Süßigkeiten und kleine Geldgeschenke. Diese wurden am Karsamstag unter den Teilnehmern redlich geteilt. In manchen Orten mit vielen vertriebenen Egerländern wird diese Tradition heute noch gepflegt.

Im vergangenen Jahr bekamen die Mitarbeiter des BGZ Eger erstmals Kontakt mit dem Verein „Osterpfad Vogtland“. Damals wurde eines der großen Schaufenster des BGZ von diesem aus Weida stammenden Vereins unter der Führung von Ingrid Wiese gestaltet. In diesem Jahr wurde der gute Kontakt in einem gemeinsamen Projekt zwischen Ingrid Wiese und dem Vorsitzenden des Bundes Alois Rott ausgeweitet worden. Neben der österlichen Fensterdekoration wurde das BGZ mit einer großen Osterkrone ausgestattet. Dieser Akt wurde auch von wichtigen Mandatsträgern der Stadt Cheb (Eger) begleitet. So war neben dem 2. Bürgermeister Michal Pospišil auch der Kurator des Stadtmuseum Cheb Michal Beranek anwesend. Auch zahlreiche Pressevertreter, wie Mlada Fronta Dnes, ČTK, TV ZÁPAD und ČeskýRozhlas waren bei dieser Übergabe anwesend und dokumentierten alles im Bild und im Kurzfilm. Der Vorsitzende des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland, Alois Rott, zeigte sich in seiner Egerländer Tracht und mit der im Jahr 2016 geweihten Fahne des Bundes. Das Vogtland war ebenfalls sehr gut vertreten und eine Delegierte kam auch in der wunderschönen Vogtländer Tracht. Zur persönlichen Stärkung, auch der Gäste im voll besetzten Balthasar-Neumann-Haus, brachten sie einen frisch gebackenen, riesigen „Osterkranz“ mit.

Eine besondere Überraschung war eine weitere große „Osterkrone“ und ein Modell der vogtländischen „Osterburg“ aus Weida als Leihgabe an das Stadtmuseum Eger. Nach der Übergabezeremonie der beiden Gegenstände ging es aufgrund der Kälte und des einsetzenden Schneefalls schnell wieder zurück ins BGZ wo man sich am heißen Kaffee wärmte und am Osterkranz sättigte.

Diese Aktion zeigt, dass sich der Vorsitzende des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland Alois Rott und der BGZ-Geschäftsführer Ernst Franke intensiv bemühen das in bester Lage befindliche BGZ immer wieder mit neuen Aktionen zu öffnen um Lebens ins Haus zu bringen und sich sehr weit öffnet um auch Traditionen aus den angrenzenden Heimatregionen ins Haus zu holt.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Günther Wohlrab

Traditionelles aus dem böhmischen Vogtland in Eger
Ab 24.3.- 1.4.2018 beim Ostermarkt im Museum Eger Kunsthandwerk probieren und Ostergebäck naschen. Neu in der stetig wachsenden Familie des Osterpfades sind ab 2018 die Egerländer auch der Bund der Deutschen-Landschaft Egerland beteiligt sich daran mit einer kleinen Ausstellung in seinem Domizil am Marktplatz. Liebevoll pflegen sie ihre Traditionen aus dem böhmischen Bereich des Vogtlandes. Im Museum Eger haben Ingrid Wiese und ihr Bergaer Organisationsteam einen Ostermarkt entdeckt, der in diesem Jahr bereits sein 20. Jubiläum feiert. Am 24. März 2018 ist es wieder soweit. Das Museum bietet kostenfreien Zugang zu allen Ausstellungen des Hauses einschließlich des Begleitprogramms und einem Markt des traditionellen Hand- und Kunsthandwerkes. Die mit Ostern verbundenen Traditionen der Egerländer werden vorgestellt und die Besucher können verschiedene Arten traditioneller Techniken ausprobieren. Zu diesem Zweck lädt das Museum erfahrene Experten ein, die beispielsweise Korb- und Ostergerten flechten, Lebkuchen backen und dekorieren oder kleine Kunstwerke der Ostereier-Dekoration zaubern. Natürlich können die großen und kleinen Besucher leckeres böhmisches Ostergebäck naschen, die Herstellung probieren und interessante alte Back- und Kochrezepte mit nach Hause nehmen.
Der Ostermarkt im Museum in Eger verbindet geschickte Handwerker, Amateure und Profis aus der Region und darüber hinaus, um die Traditionen der Volkskunst lebendig zu erhalten. Eine schöne Tradition ist es, innerhalb dieses Marktes den Schülern aus Eger und Umgebung die Gelegenheit zu geben, ihre Arbeiten auszustellen. Jedes Jahr gibt es einen thematischen Wettbewerb für Schulteams, die sich auf handwerkliche Fähigkeiten konzentrieren. Den Gewinner bestimmen die Besucher des Ostermarktes. Im Begleitprogramm treten Studenten der Kunstschule in Eger auf, Chöre aus Kindergärten und Schulen sind zu hören und die Stadtbibliothek ist ebenfalls dabei.

Eine Freundin des Osterpfad - Vogtland, Zdenka Galbova hat sich bemüht Partner in der Stadt Eger zu finden. Ihr ist es zu verdanken, dass der Osterpfad eine Kooperation mit dem Bund der Deutschen - Landschaft Egerland und dem Stadtmuseum in Eger beginnen konnte.
In Zusammenarbeit mit Ihr, Alois Rott, und dem Stadtmuseum war es möglich Fördermittel für gemeinsame Aktivitäten über Euregio Egrensis zu beantragen. Für die unermüdliche Übersetzungsarbeit bei der Antragstellung für das Projekt Osterpfad - Vogtland, dem Kindermalbuch "Hoppel auf Entdeckungsreise", Broschüre "Osterpfad - Vogtland" gilt ihr ein besonderer Gruß aus dem Organisationsbüro.
Ebenfalls ein Dankeschön an den Vorsitzenden des Bund der Deutschen - Landschaft Egerland Herrn Alois Rott, der 2017 die Standorte des Osterpfades besuchte und die erste kleine Ausstellung in den Vereinsräumen in Eger zeigte.

Ingrid Wiese
August – Bebel – Str. 15
07980 Berga / Elster
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

http://www.osterpfad-vogtland.de

Für den 18.11. lud der Vorsitzende des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland zu einer Sitzung der Ortsgruppen-Vor-sitzenden ins BGZ Eger ein.

Neben einigen organisatorischen Lösungen informierte Alois Rott, dass für den 28.11.2017 ein Besuch des neuen deutschen Botschafters in Prag zu einem Besuch ins BGZ Eger angekündigt wurde.

Diese Information wurde mit großer Freude von allen Sitzungsteilnehmern aufgenommen. Immerhin ist es das erste Mal in der 25-jährigen Geschichte des BGZ Eger, dass sich ein hoher diplomatischer Besuch angekündigt hat.

Die Vorbereitungen für den hohen Besuch wurden vom Vorsitzenden Alois Rott und vom Geschäftsführer des BGZ, Ernst Franke, sofort in Angriff genommen.

Rechtzeitig waren am 28.11. dann die Vertreter der Ortsgruppen Eger, Falkenau, Karlsbad und Neudek nach Eger gekommen. Pünktlich um 14:30 Uhr kam auch Botschafter Dr. Christoph Israng in Begleitung seiner Sekretärin und seines Dolmetschers an.

Der Vorsitzende Alois Rott begrüßte den Botschafter, stellte die Anwesenden Ortsvorsitzenden und den Bund der Deutschen – Landschaft Egerland vor. Er berichtete über die Aktivitäten des Bundes im Jahr 2017 und informierte über die geplanten Projekte 2018. Geschäftsführer Ernst Franke stellte das BGZ Eger in seinen neuen Räumen vor und die positive Entwicklung an der heutigen Stella direkt am „Egerer Stöckl“. Der Botschafter bedankte sich für den freundlichen Empfang und zeigte sich überrascht über den sehr gut gelegenen Standort und über die Arbeit des Bundes und des Begegnungszentrums. Sichtlich überrascht war er auch, dass einige Teilnehmer in Egerländer Tracht anwesend waren. Die Vorsitzenden der Ortsgruppen stellten sich allesamt persönlich vor und bedankten sich für den Besuch des Botschafters.

Der Vorsitzende des Bundes Alois Rott bedankte sich für den Besuch mit mehreren Publikationen aus dem Bestand des BGZ. Der Ortsvorsitzende von Falkenau, Günther Wohlrab, überbrachte im Namen von Bundesvüarstäiha Volker Jobst die besten Grüße des Bundes der Eghalanda Gmoin und überreichte ihm das Giegold-Buch „Tschechen und Deutsche“ und das Kochbuch von Erna und Heinz Lorenz.

Botschafter Israng informierte sich bei den Beteiligten über die bisherige Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft und versprach weiterhin die Arbeit der deutschen Minderheit aktiv zu unterstützen. Großes Thema der Gesprächsrunde war u. a. die Verbesserung des Angebotes, zumindest in der Grenzregion, den Schulunterricht in der deutschen Sprache zu stärken und zu verbessern.

Viel zu schnell verging bei Kaffee, Kuchen und belegten Broten die eingeplante Gesprächszeit von einer Stunde.

Botschafter

 

Am Dreikönigstage wurden überall mit der in der Kirche geweihten Kreide die Namen der drei heiligen Männer: Caspar, Melchior, Balthasar an die Türen geschrieben. In weißen, fußlangen Gewändern (meist in den elterlichen Nachthemden) zogen am Vorabend des Dreikönigsfestes stirnreifgeschmückte, goldbesternte Dreikönigsbuben weihrauchschwenkend von Haus zu Haus und sagten ihre Sprüchlein daher:

„Die halninga drei Könich mit ihran Stern, 
Sie lobm heint Gott und preisn den Herrn! 
Mir zogen wohl über den Berg hinaus, 
Herodes schaut zum Fenster heraus.
Herodes sprach mit trotzigem Sinn, 
Wo wollen die halinga drei Weisen hin?

Nach Bethlehem steht unser Sinn!

Dirt’s halinga drei Manna bleibts af d’Nåcht ba mir, 
Ich will enk geben Wein und Bier.
Ich will enk geben Stroh und Heu,
Ich will enk halten zehrungsfrei.

Mir zogen über den Berg hinaus, 
Der Stern stand fest über einem Haus. 
Mit gänga in dees Haus hinein,
Uu finna as Kinnerl im Krippelein.
Mir fålln glei(ch nieda auf unsre Knie, 
Und bringa dem Kind unsere Opfer hi(n‘:
Weihrauch, Myrrthn und rotes Gold, 
Das dem Kind gehören sollt.“

Dann sprach der „Mohr“:

„Ich bin der Schwarze, der Mohr genannt,
Ich trag die Schüssel auf meiner Hand;
Drum gebt mir was in die Schüssel hinein,
Damit ich kann zufrieden sein!“ 

Und abschließend alle drei gemeinsam:

„Habt Dank, habt Dank, für eure Ga(b)m,
Die wir von euch empfangen ha(b)m!
Habt Dank, habt Dank, habt Dank!“

Einer der drei Könige schlug mit einer Ministrantenklingel den Takt zu diesem monotonen Lied. Der entsprechende Lohn für Mühe und weiten Weg ließ in keinem hause auf sich warten, weshalb es auch im Gebirge um Neudek Sitte war, dass Erwachsene als Dreikönigssinger dörferweit zogen, um sich etwas verdienen zu können. Wie sehr die Not im Gebirge daheim war, weiß ja jeder. So hat es weder die Kirche, noch der Herrgott selbst übelgenommen, kam dieses Tun doch aus tiefwurzelnden, religiösem Gefühl und blieb immer ehrfurchtsvoll getan.

Der Dreikönigstag war meist auch Stichtag, den Christbaum abzuleeren, denn was an Zuckerzeug drangehangen hatte, war ja längst schon in naschsüchtige Kindermäulchen gewandert. Die krippe hingegen tat man erst zu „Mariä Lichtmess“ schönverpackt wieder „in d lo(d)n“, in die Kammer, oder auf den Dachboden, den mit „Mariä Lichtmess“ endet der Weihnachtskreis. Bis zu diesem Tage musste sich im Neudeker gebiet auch der „Stolln“ halten.

Drei konige 000028 

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