Aktuelle Mitteilung der Redaktion des „Eghaland Bl...14 Jan 2020 15:54

Soeben erhielten wir heute, 11.01.2020, die Mitteilung, dass es Alois Rott, dem Vorsitzenden des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland gelang, am Vortag in Neusattl eine neue Ortsgruppe zu gründen. Diese besteht im Augenblick aus ca. 15 jüngeren Mitgliedern. Die Ortsgruppe wird auch eine Tanzgruppe bilden. Fünf Tanzpaare, ein Dudelsack- und ein Akkordeonspieler sind bereits gefunden. Die Redaktion gratuliert ihrem Vorsitzenden Alois Rott.

G. Wohlrab

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Neujahrsgruß des Vorsitzenden Alois Rott14 Jan 2020 12:30

Sehr geehrte Freunde, liebe Landsleute und Mitglieder des „Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland“,

ich wünsche Euch allen viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr 2020. Wir haben wieder ein arbeitsreiches Jahr vor uns und es erwarten uns viele neue Aufgaben und Pläne. Unsere Priorität ist selbstverständlich, dass wir weiterhin zusammenhalten und uns bei den zahlreichen Veranstaltungen treffen. Vor allem in Euren Ortsgruppen.

Ich möchte gerne kurz das Jahr 2019 zusammenfasen welches sehr [ ... ]

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Dreikönigstag im Egerland14 Jan 2020 12:27

Bis zum Jahr 1690 war in großen Teilen Europas der Jahreswechsel am 6. Januar. Ab dem Jahr 1691 verlegte Papst Innozenz Xll. den Neujahrstag auf den 1. Januar. Dies galt natürlich auch für das Egerland – und es erklärt, weshalb sich hier einige Bräuche, die ansonsten auch für Neujahr gelten, am 6. Januar erhalten haben. Daher hieß der 6. Januar, in manchen Regionen des Egerlandes auch „s‘ Håuch nei Gåu(h)a“, das „hohe Neujahr“.

In früherer Zeit traten auch am Dreikönigstag [ ... ]

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Hoher Besuch in Eger14 Jan 2020 12:19

Am 13.12.2019 besuchte die ehemalige Justizministerin, heutige Abgeordnete und Menschenrechtsbeauftragte Frau Prof. JUDr. Helena Válková, CSc. das Rathaus der Stadt Eger. Sie ist auch eine Kandidatin für eine Ombudsmännin in der Tschechischen Republik. Zu dem gemeinsamen Gespräch mit dem Bürgermeister wurde auch Martin Dzingel, Präsident der „Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik e.V.“ und Alois Rott „Vorsitzender des Bund der Deutschen – Landschaft Egerland“ [ ... ]

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Wenn die Egerländer rufen, ist selbst das weitgehend umgebaute Egerland-Kulturhaus in Marktredwitz viel zu klein. Für den Egerlandtag und das 49. Bundestreffen der Egerland-Jugend am Wochenende den 27.09.2019 bis 29.09.2019 musste wieder ein Festzelt auf dem Angerplatz aufgebaut werden. Zusätzlich gab es Workshops in der Alexander-von-Humboldt-Mittelschule, die auch das Schlaflager der Teilnehmer war. Die Veranstaltungen rund um das Egerländer Leben waren gut besucht.
Alle zwei Jahre findet in Marktredwitz der Egerlandtag statt - 2019 zum dritten Mal zusammen mit dem Bundestreffen der Egerland-Jugend. Seit 1973 treffen sich in Marktredwitz Egerländer Heimatvertriebene aus ganz Deutschland zu diesem eindrucksvollen Fest. Die Egerländer verfügen quasi über drei Heimaten: Zum einen die Heimat, aus der sie vertrieben wurden, dann die zweite Heimat, in der sie nach der Vertreibung ihren neuen Lebensmittelpunkt fanden - und ihre dritte Heimat ist Marktredwitz, ihre heimliche Hauptstadt. Und so fanden auch dieses Jahr wieder zahlreiche Ehrengäste ihren Weg nach Marktredwitz.

"Tradition hat Zukunft" war das Motto des Egerlandtages 2019. Das Festwochenende wurde durch den Bundesvüarstäiha des Bundes der Eghalanda Gmoin Volker Jobst und Bundesjugendführer Alexander Stegmaier eröffnet. Jobst hob hervor: "Die Stadt Marktredwitz und der Freistaat Bayern setzen weiter auf die Egerländer." Oberbürgermeister Oliver Weigel, der gesamte Stadtrat und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel hätten sich in den zurückliegenden Jahren mit dem bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales für die Erhaltung und Sanierung des Egerland-Kulturhauses engagiert. Rund 80 Prozent der Kosten, also etwa zwei Millionen Euro, gab es an bayerischen Fördermitteln, 20 Prozent schultert der Träger des Egerland-Kulturhauses selbst. Für den Bundesvüarstäiha sind das Brauchtum, die Lebensart und der Zusammenhalt die drei Säulen der Egerländer. Mit dem diesjährigen Motto wolle die Führung den jüngeren Menschen zeigen: "Tradition muss nichts Verstaubtes, Langweiliges oder Altbackenes sein!" Und da sich viele in der Egerland-Jugend engagieren, ist ihm um die Zukunft der Gmoin nicht bange.

Bundesjugendführer Alexander Stegmaier sagte: "Gerade bei unserer Egerland-Jugend kann man sehen, dass das Motto stimmt, dass die Tradition Zukunft hat." Schon jetzt verwies Stegmaier auf das Jubiläum im nächsten Jahr, wenn das 50. Bundestreffen der Egerland-Jugend vom 3. bis 5. Juli 2020 in Marktredwitz und Eger stattfinden wird.

Schirmherr Oberbürgermeister Oliver Weigel begrüßte die zahlreichen Gäste in Marktredwitz. Er freue sich schon darauf, die Fertigstellung der Umbau- und Sanierungsarbeiten am Egerland-Kulturhaus gemeinsam mit den Egerländern zu feiern.
Dr. Bernd Fabritius hielt die Festrede am Eröffnungstag. Er ist Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und Präsident des Bundes der Vertriebenen. Für ihn ist das Egerland-Kulturhaus ein Leuchtturm der Egerländer Kultur und Geschichte, besonders weil es in Marktredwitz steht, das selbst Jahrhunderte lang zu Eger gehörte und nur einen Steinwurf weit von der Heimat-Hauptstadt Eger entfernt liegt. Die Eghalanda Gmoin hätten sich genauso wie die übrigen Vertriebenenverbände für die Überwindung der deutschen Teilung und ein geeintes Europa eingesetzt. "Unser Engagement für die Einhaltung der Menschenrechte und für die Verständigung bleibt ein wichtiger Beitrag für Frieden in Europa."

Wichtig sei, so Fabritius, die Erinnerungskultur hochzuhalten und an die nachkommenden Generationen weiterzugeben, noch wichtiger aber, das Miteinander unter dem gemeinsamen Dach Europa gemeinsam zu gestalten. Kurz und knapp fasste er zusammen: "Wo Verständigung blüht, haben Menschenrechte Geltung. Und wo die Menschenrechte geachtet werden, herrscht Frieden!"

Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer, die Beauftragte der Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, dankte am Sonntag in ihrer Festrede den Egerländern für ihren Beitrag zum Wiederaufbau Bayerns nach dem Zweiten Weltkrieg: "Sie haben einen ganz wichtigen Beitrag geleistet." Sie freute sich darüber, dass das nächste Bundestreffen der Egerland-Jugend in Marktredwitz und in Eger stattfindet: "Wenn ich das Engagement und die Begeisterung der Jugend spüre, ist mir um die Zukunft nicht bange."

Vom 6.9.-8.9.2019 fand in Komotau ein Seminar für Führungskräfte der deutschen Minderheit statt. Im Rahmen dieses Seminars war für Samstagnachmittag eine Exkursion nach Kaaden „100 Jahre Demonstrationen der Sudetendeutschen“ und Postelberg. Als erstes besuchten wir den Friedhof in Postelberg, wo wir an der Gedenkstätte für die Opfer des Massakers im Juni 1945 gedachten und Blumen niederlegten. Nachdem die seit 8. Mai anwesenden sowjetischen Truppen abgezogen waren, wurden bei einem Pogrom zwischen dem 3. und 7. Juni 1945 auf dem Kasernengelände mindestens 763 deutsche Männer und Jungen im Alter von 12 bis über 60 Jahre gefoltert und erschossen. Sie stammten – jedenfalls überwiegend – aus der Nachbarstadt Saaz (Žatec) und waren am 3. Juni auf einem Todesmarsch hierhergetrieben worden. Das von der Ersten Tschechoslowakischen Division unter General Oldřich Španiel verübte Massaker wurde 1947 von einer Untersuchungskommission des Parlaments behandelt, die die Exhumierung und Verbrennung der Ermordeten empfahl. Das Beneš-Dekret 115/46 erklärte Handlungen wie dieses Massaker bis 28. Oktober 1945 im Kampfe zur Wiedergewinnung der Freiheit, … oder die eine gerechte Vergeltung für Taten der Okkupanten oder ihrer Helfershelfer zum Ziel hatte(n), … für nicht widerrechtlich. Dann ging es weiter nach Kaaden um auch die Gedenkstätte auf dem dortigen Friedhof zu besuchen und Blumen niederzulegen. Die Gedenkstätte Kadaň ist ein Erinnerungsort in der tschechischen Stadt Kadaň (deutsch Kaaden an der Eger). Er wurde für 25 sudetendeutsche Kaadener, die im März 1919 erschossen wurden und für die nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen Kaadener errichtet. Danach ging es noch auf die Burg, wo eine Ausstellung zu den Märzgeschehnissen am 4.März 1919 zu sehen war. Es war ein interessanter Nachmittag.

Am 21. September fand in Elbogen der Auftakt  zum 20. Jubiläum der Partnerschaft zwischen Illertissen und Elbogen am 28./29. September statt.

Die Vorbereitungen dazu liefen bereits seit Januar dieses Jahres. Die All-Eghalanda Gmoi Rawetz war als deutscher Kooperationspartner in die Vorbereitungen und Planungen eingebunden. Neben Günther Wohlrab nahmen Richard Šulko und Dr. Petr Rojik an der Ausstellungseröffnung teil.
Begrüßt wurden die Vortragenden und anwesenden Gäste von Bürgermeister Ing. Mgr. Petr Adamec und der Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees Jana Motlikova. Wohlrab wurde begleitet vom Vorsitzenden des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland Alois Rott.

Pünktlich um 14:00 Uhr begann die Veranstaltung im „Gasthof weißes Ross“. Wohlrab stellte dort die acht Frauentrachten des Egerlandes vor, Jana Motlikova übersetze das Ganze in Tschechisch. Alois Rott unterstützte Wohlrab indem er eine „Egerer Tracht“ aus dem Bestand der Gmoi Rawetz im Original vorstellte. Außerdem wurde ein mehr als 100 Jahre alter „Tachauer Trachtenspenzer“ aus dem Bestand von Wohlrab vorgestellt. Die Egerländer Männertracht wurde direkt vorgestellt, da Rott und Wohlrab selbstverständlich in Tracht anwesend waren. Danach referierte Dr. Rojik über die Arbeit des „Deutschen Kulturverbandes“ der in diesem Jahr sein 50. Jubiläum feiert. Richard Šulko und sein Sohn unterhielten die Besucher mit Egerländer Liedern.

Wohlrab und Rott mussten leider kurz nach dessen Vortrag die Veranstaltung verlassen. Grund war ein Kulturfestival in Marienbad um dort persönlichen Kontakt zur Folkloregruppe „Marjanka“ aus Dürrmaul bei Marienbad aufzunehmen. Die Folkloregruppe „Marjanka“ soll im kommenden Jahr am 50. Bundestreffen der Egerland-Jugend in Eger teilnehmen.

Von dem Auftritt dieser Gruppe mit überwiegend jungen Leuten waren wir beide sehr überrascht. Einige der Frauentrachten dieser Gruppe sehen unseren Frauentrachten ziem-lich ähnlich. Die Männer tragen eher die „Choden-trachten“ mit gelben Pumphosen, blauen Westen und Fellmützen. Nicht nur die Gruppe „Marjanka“, auch Alois und ich fanden große Freude an den dargebotenen Tänzen und einer anschließenden Trachtenmodenschau.

Alles in allem hatten wir zwar einen langen Tag hinter uns gebracht, jedoch auch viel Freude an den beiden Veranstaltungen erlebt.

G. Wohlrab

Eine Volkssage von Prokop Schmitt (1866)

Vor uralten Zeiten, als noch die Vohburge das Schloss und Landschaft Elbogen besaßen, fand ein armer Bauer, welcher in das Schloss Frondienste leisten ging, dort, wo jetzt der Hochaltar der Schlaggenwalde Kirche sich erhebt, zwischen zwei großen Steinen ein wimmerndes neugeborenes Knäblein. Mitleidig hob er es auf und nahm es mit sich. Nach seiner Ankunft im Schloss begab er sich unverweilt zur Markgräfin Johanna und sprach:

„Es ist Brauch, beim Erscheinen auf dem Schloss eine Gabe mitzubringen. Ich habe heute, als ich zur Fron ging, dieses Kind gefunden und übereiche es euch als Gabe. Möget Ihr es barmherzig aufnehmen und seiner besser pflegen, als die eigene Mutter es tat!“

Der Markgräfin gefiel diese rede, sie nahm sich des Knäbleins an und ließ ihm in der Taufe den Namen Hans geben, nach seinem Finder aber erhielt er dazu den Familiennamen Heilling.

Hans Heilling wuchs unter dem liebereichen Schutze der Markgräfin zum stattlichen Jüngling heran, der an Wissenschaften mehr Gefallen fand als an den Ritterspielen. Er liebte die Einsamkeit, und sein Sinnen und Trachten war darauf gerichtet, aller Wahrheit Urgrund zu erforschen; unablässig strich er in Wald und Flur umher.

Einstmals saß er an des Flusses Rand und blickte gedankenvoll in die dunkle Flut. Da rauschte aus ihr ein weibliches Wesen hervor, so schön und hold, dass seine trunkenen Augen sie allein nur sahen, und die übrige Welt für ihn nicht mehr bestand. „Traun“, flüsterte sie ihm zu, „Ich kenne deines Herzen Kummer, die schwarze Kunst ist dein Begehr. Ich will sie dich lehren, doch nur unter der Bedingung, dass du dich nie vermählst.“

Hans Heilling, bezaubert durch das Weibes Schönheit und die Hoffnung, am heiß ersehnten Ziele zu sein, schlug unbesonnen ein. Das Wasserweib hielt Wort, und Hans wähnte sich der Glücklichste unter der Sonne, als er des Wissens Drang erfüllt sah.

Es verging so manches Jahr, da rückte auch seine Stunde heran: Ein schönes, irdisches Mädchen, das er bei seinen Wanderungen im Gaue der Vohburge erblickte, machte ihm den geschlossenen Bund zur Qual. Vertrauend auf seine Kunst, hoffte er, des geheimnisvollen Wesens macht zu hemmen und veranstaltete die Hochzeit. Schon stand der Brautzug vor dem Altare, eben wollte das glückliche Paar das Jawort sprechen, - da erhob sich das erzürnte Wasserweib aus der brausenden Eger und verwandelte durch seinen Fluch alles in Stein: den Priester, das Brautpaar, die Hochzeitgäste, die Spielleute und den Hochzeitwagen.

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