Der Prager Kulturverband in Eger23 Okt 2019 09:00

Nach dem erfolgreichen Besuch des „Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland“ letzte Woche beim Bezirksamt in Karlsbad, einer interessanten Großveranstaltung der „Landesversammlung der deutschen Vereine in der CZ“ am letzten Samstag in Prag folgte am Mittwoch, 16.10., der Besuch einer kleinen Delegation des Präsidiums des „Deutschen Kulturverbandes“ im deutsch-tschech-ischen Begegnungszentrum in Eger. Auf Wunsch und Einladung des Vorstands des „Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland“ [ ... ]

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Zwei Falkenauer in Prag23 Okt 2019 08:54

Am Samstag, 12. Oktober, fand in Prag die alljährliche Großveranstaltung der „Landesversammlung der deutschen Vereine in der CZ“ statt. Da die Ortsgruppe Falkenau dort über den „Bund der Deutschen-Landschaft Egerland“ dort ebenfalls Mitglied ist wie auch im „Kulturverband der deutschen Bürger in der CZ“ fuhren Marianne Vankova und ich gerne dorthin.

Da die Veranstaltung erst am Nachmittag begann nutzten wir die Möglichkeit uns ein bisschen in Prag umzuschauen. So fuhren wir am an [ ... ]

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Der Bund der Deutschen-Landschaft Egerland beim Be...23 Okt 2019 08:53

Auf Einladung der Bezirkshauptmännin Mgr. Jana Mračková Vildumetzová fuhren am 9. Oktober vormittags der Vorsitzende des Bundes Alois Rott, der Geschäftsführer der Balthasar-Neumann-Gesellschaft Ernst Franke und der Vorsitzende der Ortsgruppe Falkenau und stellvertretende BdEG-Bundesvüarstäiha Günther Wohlrab ins Bezirksamt nach Karlsbad.

Die seit einigen Jahren eingesetzten Bezirksämter ersetzen die vorher zahlreichen Landkreisämter um dadurch effizienter arbeiten zu können.

Der Grund [ ... ]

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Ausflug nach Klösterle23 Okt 2019 08:51

Wie schon viele Jahre auch dieses Jahr unternahm unsere Ortsgruppe Neudek einen Ausflug. Einige Mitglieder nahmen an den Ausflug teil, welcher am 17.9.2019 stattgefunden hat. Wir fuhren von Neudek nach Klösterle wo wir das Bad Eugenie besuchten, danach gingen wir durch den schönen Park zum Schloss wo wir uns die Porzellanausstellung anschauten. Danach besuchten wir die Burg Hassenstein, Kupferberg, Gottesgab und dann ging es zurück nach Neudek.

Die gotische Burg Hassenstein wurde auf [ ... ]

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Nach dem erfolgreichen Besuch des „Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland“ letzte Woche beim Bezirksamt in Karlsbad, einer interessanten Großveranstaltung der „Landesversammlung der deutschen Vereine in der CZ“ am letzten Samstag in Prag folgte am Mittwoch, 16.10., der Besuch einer kleinen Delegation des Präsidiums des „Deutschen Kulturverbandes“ im deutsch-tschech-ischen Begegnungszentrum in Eger. Auf Wunsch und Einladung des Vorstands des „Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland“ reisten am Vormittag der neue Vorsitzende des Kulturverbands PhDr. Georg (Jiři) Vidim mit seinem Sohn Andreas und JUDr. Tatjana Matoušková, Mitglied der Ortsgruppe Prag, an. Vom Bund der Deutschen-Landschaft Egerland waren beteiligt der Vorsitzende des Bundes Alois Rott, der BGZ-Geschäftsführer Ernst Franke und der Vorsitzende der Ortsgruppe Falkenau Günther Wohlrab.

Im BGZ war dafür gesorgt, dass Kaffee, Kuchen und Getränke vorbereitet wurden. Grund der Einladung des BdD-L. E. waren einige Disharmonien zwischen dem Vorsitzenden der OG Falkenau, Günther Wohlrab, mit der Führung des Kulturverbandes. Vidim erklärte gleich zu Beginn, dass er erst seit zwei Monaten der neue Vorsitzende und damit der Nachfolger von Irena Novak ist und er gleich persönlichen Kontakt zu den „Grundorganisationen“ des Kulturverbandes aufnehmen will. Deshalb auch der schnelle Besuch und Termin in Eger.

Nach einer kurzen Vorstellung der Sitzungsteilnehmer beider Seiten führte Alois Rott die Besucher durch das Begegnungszentrum und informierte diese über die Geschichte des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland seit der Gründung 1991 und dem zwischenzeitigen Umzug des BGZ vom Franziskanerplatz in das heutige Büro direkt am Marktplatz beim Stöckl. Von den informativen Eindrücken des Büros, der Bibliothek und dem Lehrsaal, genutzt für Deutschkurse, waren die drei sehr beeindruckt. Auch das interessante „Eghaland Bladl“ wurde den Besuchern gezeigt und fand Bewunderung. Dies sorgte auch sofort für eine entspannte und harmonische Gesprächsführung der Sitzungsteilnehmer beiderseits.

Nach dem Rundgang wurden dann bei Kaffee und Kuchen die „Probleme“ von beiden Seiten offen angesprochen und in ausgiebiger und harmonisch geführter Diskussion über alle unklaren Dinge zwischen Grundorganisation und der Führung des Kulturverbandes erörtert. Leider kamen von dort in den letzten Jahren keine großartigen Informationen. Dies wurde von beiden Seiten bedauert, da eigentlich drei Mitglieder des Präsidiums in Eger bekannt sind. Rott wies auch darauf hin, dass die Egerland-Jugend des Bundes der Eghalanda Gmoin 2020 ihr 50. Bestandstreffen in Eger begehen wird und der Oberbürgermeister der Stadt Eger sogar die Schirmherrschaft übernommen hat. Auch diese Information stieß auf reges Interesse. Rott informierte, dass von den fünf Ortsgruppen seines Bundes auch drei zusätzlich Mitglied im Kulturverband sind.

Ein reger Gesprächsaustausch von annähernd vier Stunden endete mit dem Ergebnis, dass künftig eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Bund der Deutschen-Landschaft Egerland und dem deutschen Kulturverband erfolgen soll. Erste Initiative wird es sein, dass Vidim die Gesprächsteilnehmer zur Weihnachtsfeier im Dezember nach Prag einladen wird und der Bund sich dort mit einer Präsentation vorstellen soll. Zufrieden mit dem Gesamtergebnis der Gespräche zwischen den beiden Verbänden verabschiedeten sich die Teilnehmer aus Prag um wieder nach Hause zu fahren.

Die Egerer Teilnehmer saßen danach noch eine Weile zusammen und zogen ein positives Fazit des Gespräches zwischen den beiden Verbänden. Die drei sind sich einig, dass aus dieser Sitzung ein künftig besserer und intensiverer Kontakt zwischen den beiden Verbänden sein wird. Man war sich einig, dass die Ziele der beiden Verbände letztendlich die gemeinsame Arbeit der deutschen Minderheiten in der Tschechischen Republik zu stärken und zu aktivieren für eine gemeinsame Zukunft sein soll und wird.

Insgesamt gesehen sind die jetzt innerhalb einer Woche geführten Gespräche auf verschiedenen Ebenen eine gute Basis mit einem positiven Blick in die Zukunft.

Günther Wohlrab

Am Samstag, 12. Oktober, fand in Prag die alljährliche Großveranstaltung der „Landesversammlung der deutschen Vereine in der CZ“ statt. Da die Ortsgruppe Falkenau dort über den „Bund der Deutschen-Landschaft Egerland“ dort ebenfalls Mitglied ist wie auch im „Kulturverband der deutschen Bürger in der CZ“ fuhren Marianne Vankova und ich gerne dorthin.

Da die Veranstaltung erst am Nachmittag begann nutzten wir die Möglichkeit uns ein bisschen in Prag umzuschauen. So fuhren wir am an diesem Tag um 06:00 Uhr los und waren dann gegen 09:00 Uhr an unserem Zielort Prag.

Die eigentlich sehr lebendige Stadt war an diesem Tag fast menschenleer. Lag es an der noch relativ frühen Zeit oder daran, dass an diesem Tag die Trauerfeier für Karel Gott, der „Goldenen Stimme Prags“, stattfand? Wir haben uns davon nicht negativ berühren lassen. Unser Ziel war es, ein klein wenig der deutschen, kirchlichen Kultur in Prag zu erkunden.

So war das Hauptziel des Vormittags der Besuch und die Besichtigung der Prager Loreto-Kirche. Loreto ist eine Nachbildung des Hauses in dem die Gottesmutter Maria bis zu ihrem Tod lebte. Es gibt nur sehr wenige dieser Kirchenanlagen.

Die Legende erzählt, dass in der Todesnacht von Maria Engel dieses Gebäude von Palästina zur italienischen Stadt Loreto trugen um eine mögliche Zerstörung zu verhindern. In Prag wurde diese in der Zeit von 1626-1750, in der Zeit der Rekatholisierung Böhmens, durch Katharina von Lobkowicz erbaut wurde.

Der Loreto-Komplex besteht aus einem barocken und repräsentativen Konventsgebäude, erbaut unter K. Dientzenhofer. Die Hauptfront bildet ein Turm mit einem aus 30 Glocken bestehenden Glockenspiel. Es erklingt täglich in der Zeit von 9-18 Uhr stündlich mit dem Marienlied „Gegrüßet seiest du tausendmal oh Maria“

Im Innenhof des Konventsgebäudes, umrahmt von einem ehrwürdigen Kreuzgang, befindet sich das Muttergotteshaus, die Kopie der „Santa Casa“ mit einer imposanten Inneneinrichtung aus Rokokogemälden.

Im ersten Stock des Konventsgebäudes befinden sich neben zahlreichen Gemälden verschiedener Personen der Zeitepoche auch die berühmte „Schatzkammer“. Darin befinden sich zahlreiche Arbeiten der barocken Goldschmiedekunst, Juwelen, Kelche und Monstranzen. Die prächtigste und wertvolle Monstranz ist die „Prager Sonne“. Sie besteht aus reinem Gold. In den Strahlen befinden sich 6.222 Diamanten. Sie hat ein Ausmaß in der Höhe von 90 cm, einer Breite von 70 cm und wiegt rund 12 KG. Der geführte Rundgang dauerte ca. 90 Minuten und war sehr interessant.

Danach führte uns der Weg in den gegenüberliegenden „Cernin-Garten“ am Cernin-Palais, dem heutigen Tschechischen Außenministerium. Der Garten wurde 1693 vom Italiener Francesco Caratti angelegt und dient heute den Gästen und Besuchern des Ministeriums.

Das anschließende Viertel Nový Svět (Neue Welt) gehört heute zu den malerischsten Winkeln der Stadt. Es lag außerhalb der im 14. Jahrhundert gegründeten Stadt Hradschin, der heutigen Burg. Die Anfänge der „Neuen Welt“ gehen auf das 16. Jahrhundert zurück als sich einfache Bedienstete der Burg hier ein Zuhause aufbauten. Hier findet man heute neben einfachsten Häusern auch stilvolle Bürgerhäuser in den engen Gassen. In einem dieser Häuser lebte der berühmte Astronom Tycho de Brahe, als er am Hofe Kaiser Rudolfs II. tätig war.

Nach einem hervorragenden Mittagessen in der Gaststätte „Zum Schwan“ (U labutě) ging es dann ins Kulturzentrum „Novodvorská“ zur Großveranstaltung der Landesversammlung.

Pünktlich um 14:00 Uhr eröffnete Präsident MGR Martin Dzingel die Veranstaltung mit Teilnehmern aus den Ortsgruppen der Landesversammlung und aus Deutschland. Unter den Ehrengästen befand sich auch die Heimatpflegerin der Sudetendeutschen Dr. Zuzana Finger und Vertreter der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Erstmalig war auch der neue Vorsitzende des „Deutschen Kulturverbandes“ Jiři Vidim anwesend. Moderiert wurde die Veranstaltung u. a. von Franziskus Posselt dem Neffen unseres Sprechers Bernd Posselt

und seinem nicht minder bekannten Bruder Dr. Martin Posselt. Das Programm war sehr abwechslungsreich gestaltet u. a. mit der Wischauer Sing- und Tanzgruppe und den Böhmerwäldlern. Einen großen Auftritt hatte auch die tschechische Sängerin und Schauspielerin Irena Kristeková. Besonders gefreut habe ich mich über den Auftritt der Kindergruppe aus Hultschin in Oberschlesien, die ich bereits im letzten Jahr bei einem Besuch dort kennengelernt habe.

Wegen der langen Tagesreise konnten wir am abendlichen Unterhaltungsprogramm leider nicht mitwirken und traten die Heimreise an.

G. Wohlrab, Vors. OG Falkenau/Sokolov

Auf Einladung der Bezirkshauptmännin Mgr. Jana Mračková Vildumetzová fuhren am 9. Oktober vormittags der Vorsitzende des Bundes Alois Rott, der Geschäftsführer der Balthasar-Neumann-Gesellschaft Ernst Franke und der Vorsitzende der Ortsgruppe Falkenau und stellvertretende BdEG-Bundesvüarstäiha Günther Wohlrab ins Bezirksamt nach Karlsbad.

Die seit einigen Jahren eingesetzten Bezirksämter ersetzen die vorher zahlreichen Landkreisämter um dadurch effizienter arbeiten zu können.

Der Grund für die Einladung war die Tatsache, dass im Karlsbader Bezirksamt zwar bekannt war, dass es in Eger den „Bund der Deutschen-Landschaft Egerland“ gibt, der die Interessen und Anliegen der „Heimatverbliebenen“ in derzeit fünf Ortsgruppen im Egerland vertritt. Derzeit wird versucht in Chodau und Schlaggenwald neue Ortsgruppen zu aktivieren.

Nicht bekannt waren in Karlsbad die Aktivitäten und Veranstaltungen des Bundes.

Wegen der dienstlichen Verhinderung der Bezirkshauptmännin begrüßte uns ihr Stellvertreter Mgr. Petr Kubis, die Leiterin des Minderheiten-Ausschusses Karlsbad Mgr. Bc. Helena Hejnová und der Bezirks-Jurist Mgr. Lubomir Novotný.

Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung der Vertreter des Bundes durch Rott und einem Willkommengruß durch Mgr. Kubis erklärte Franke anhand einer sehr gut vorbereiteten Powerpoint-Präsentation die Arbeit des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland seit seiner Gründung im Jahre 1991 und speziell der sehr aktiven vier Jahre seit der Übernahme des Bundes von Rott als Vorsitzender und dem Umzug vom Franziskanerplatz an den Marktplatz direkt am „Egerer Stöckl“. Auch die bereits für 2020 geplanten Aktivitäten wurden in der Präsentation vorgestellt. Allen voran das „50. Bundestreffen der Egerland-Jugend in Marktredwitz und Eger“ mit der Beteiligung der Folkloregruppe „Marjanka“ aus Dürrmaul bei Marienbad und der Unterstützung der Stadt Eger. Nach dieser eindrucksvollen Präsentation zeigten sich die Mitarbeiter des Bezirks Karlsbad sehr überrascht über die sehr aktive Arbeit des Bundes, jedoch noch vielmehr darüber, dass ihnen diese Organisation der „Heimatverbliebenen“ nicht bekannt war, obwohl Krista Hruba, Eger, seit Jahren dort im Minderheiten-Ausschuss vertreten ist. Wir als Vertreter waren nicht überrascht, da wir bereits vor Monaten

erfahren haben, dass der Bund dort nicht bekannt ist. Woran das wohl liegen mag?

Nach reichlichen Fragen, Anregungen und intensivem Gedankenaustausch beiderseits wurde vereinbart, dass die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem Bezirk Karlsbad und dem Bund der Deutschen-Landschaft Egerland weiter vertieft und aktiviert werden soll. Ziel der Planungen in die Zukunft ist, dass der Bund in naher Zukunft einen ständigen geeigneten Vertreter des Bundes dorthin entsenden kann. Der stellvertretende Bezirkshauptmann Petr Kubis kündigte eine zeitnahe Einladung des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland an zu einer Tagung des Kultur-Ausschusses des Bezirks Karlsbad an.

Diese positiven Aussagen und Gedanken nahmen wir als Vertreter der „Heimatverbliebenen“ sehr gerne auf und haben die Vertreter des Bezirks Karlsbad nach Eger eingeladen um ihnen dort das deutsch-tschechische Begegnungszentrum (BGZ) vorzustellen. Vor dem obligatorischen Gruppenfoto überreichte Wohlrab an den stellv. Bezirkshauptmann die tschechische Ausgabe des Giegold-Buches „Deutsch und Tschechen“. Alois Rott überreichte Mgr. Petr Kubis als kleines Dankeschön für die freundliche Aufnahme und das intensive, immerhin 75 Minuten dauernde Gespräch, unser Egerländer Stammeszeichen den „Huasnoatoutara“ und einer kurzen Erklärung dazu. Mit einer Geschenktüte für jeden von uns versehen traten wir den Heimweg nach Eger an.

Zufrieden über das Gesprächsergebnis und das große Interesse der Bezirksvertreter fuhren wir drei nach Eger zurück um dort das geführte Gespräch noch einmal zu analysieren und zu deuten. Dieser Besuch in Karlsbad wird bei der nächsten Kulturveranstaltung des Bundes am 19. Oktober in Franzensbad den Mitgliedern des Bundes übermittelt. Auch in der nächsten Sitzung der „Landesversammlung der deutschen Vereine in der CZ“ am 17.11. in Prag wird dieses Gespräch ein wichtiger Bestandteil des Berichts des „Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland“ sein.

Ich kann mit großer Freude sagen, dass die Arbeit des „Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland“ immer professioneller wird und dort auch Themen öffentlich angesprochen werden die oft sehr sensibel sind.

Vielleicht sollte man dem Bund die Möglichkeit geben evtl. bei der Bundeskulturtagung 2020 sich einmal vorzustellen um seine Aufgaben und Arbeit präsentieren zu können.

G. Wohlrab

Wie schon viele Jahre auch dieses Jahr unternahm unsere Ortsgruppe Neudek einen Ausflug. Einige Mitglieder nahmen an den Ausflug teil, welcher am 17.9.2019 stattgefunden hat. Wir fuhren von Neudek nach Klösterle wo wir das Bad Eugenie besuchten, danach gingen wir durch den schönen Park zum Schloss wo wir uns die Porzellanausstellung anschauten. Danach besuchten wir die Burg Hassenstein, Kupferberg, Gottesgab und dann ging es zurück nach Neudek.

Die gotische Burg Hassenstein wurde auf den Resten einer alten Festung zu Beginn des 14 Jahrhundert errichtet. Sie ist unweit von der Stadt Kaaden  gelegen. Die Burg war für das Land wegen seiner strategischen Lage sehr bedeutend. Sie diente als Schutz des Handelsweges zwischen Kaaden und Zwickau. Es ist möglich, dass die Burg von dem König Wenzel II. gebaut wurde. Sein Enkel, ein vielseitig gebildeter Humanist Bohuslav Lobkowicz von Hassenstein gestaltete Hassenstein – Hasištejn um und bildete eine der größten Bibliotheken des Böhmischen Königreiches.

Nach der Schlacht auf Weißem Berg verfiel die Burg und blieb verlassen.
Mit der Rettung der Burg wurde erst im 19. Jahrhundert angefangen. Die Burg erwarb Emanuel Karsch. Der baute das ehemalige Palastgebäude zu einem Restaurant um. Der große Turm diente dann als ein Aussichtsturm mit einem wunderbaren Blick in die Landschaft. (Das Restaurant brannte aber später aus).

Und woher kommt eigentlich der Name Hassenstein? Einer Legende nach wurde ein Burgturm als Gefängnis für treulose Mädchen und ihre Verführer. Als erste wurde in den Turm die Tochter eines Burgherrn eingemauert. Sie sollte von einem Kaplan während seines Kriegszuges behütet werden. Sie hat aber einen Abenteurer geheiratet. Ihr Vater war so voll von Hass, dass er den Kaplan mit dem Schwert durchstach und er selbst ist mit seinem Pferd über die Burgmauer gesprungen. Wegen dem Hass, der drei Menschenleben vernichtet hat, heißt die Burg Hassenstein. Heute kann man auf der Burg eine gotische Kapelle, unterirdische Gänge, Keller und den Aussichtsturm besichtigen.

Die Geschichte Kupferbergs ist eng mit dem Bergbau verbunden, der hier am Fuße des Kupferhügel vermutlich bereits seit dem 10. Jahrhundert betrieben wurde und vorrangig auf silberhaltige Kupfererze umging. Als Siedlung wurde Kupferberg erstmals 1449 urkundlich erwähnt. 1520 erhielt sie das Privileg des freien Silberhandels verliehen. Damit setzte eine prosperierende Entwicklung ein.

Das 16. Jahrhundert gilt als erste Blütezeit des Bergbaus. Gefördert wurde damals vorrangig Kupferkies und Pyrit, welches zu Schwefelsäure und Kupfer- und Eisenvitriol verarbeitet wurde. Eine entsprechende Vitriolhütte ist für diese Zeit für Ober Hals (Horní Halže) belegbar. 1543 wurde Hans von Vitzthum Besitzer von Kupferberg, das zuvor zu den Schönburgischen Herrschaften gehörte. Vier Jahre später (1547) unterstellte man die hiesigen Bergwerke unter die Berggerichtsbarkeit von Sankt Joachimsthal (Jáchymov). 1581 entstand die erste hölzerne Kirche.

Im Jahre 1588 wurde Kupferberg zur Bergstadt erhoben, konnte sich 1616 freikaufen und fortan als königlich freie Bergstadt bezeichnen. Nächster Besitzer nach Kaspar von Vitzthum wurde Christoph von Taubenreuther, der zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Stadtbrauerei gründete. 1628 erwarben die Schlicken Kupferberg und gliederten es in die Herrschaft Hauenstein ein.

Der Niedergang der einstigen freien Bergstadt setzte 1640 ein, als Kupferberg während des Dreißigjährigen Krieges niedergebrannt wurde. Im Zuge der Rekatholisierung verblieb Kupferberg evangelisch, trotzdem siedelten zahlreiche Einwohner nach Sachsen um. Ferdinand III. verlieh der Stadt 1646 das Münzrecht.

1807 wurde der Bergbau vorläufig eingestellt und 1811 ging die kleine Stadt an die die kaiserliche Kammer, welche sie 1836 an Gabriel Graf Buquoy veräußerte. Zwanzig Jahre später, am 3. Juli 1856, fielen einem Stadtbrand 19 Häuser, die Kirche, das Brauhaus und das Rathaus zum Opfer. 1872 erhielt Kupferberg einen Bahnhof an der Eisenbahnverbindung zwischen Chemnitz und Komotau (Chomutov) (Buschtehrader Eisenbahn). Dies war Grundlage für den Aufschwung des Tourismus, für den insbesondere der Kupferhübel den Hauptanziehungspunkt darstellte. Mit dem dem Mariahilfstolln wurde 1910 (Wiedereröffnung 2007) eines der Bergwerke am Kupferhübel als Zugang zu den Malachithöhlen für Touristen geöffnet. Nach den Zweiten Weltkrieg wurde Kupferberg der neu entstandenen Tschechoslowakei zugeschlagen. Aufgrund des Münchner Abkommens kam der Ort 1938 an das Deutsche Reich und gehörte bis 1945 zum Landkreis PreßnitzRegierungsbezirk Eger, im Reichsgau Sudetenland. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die deutschböhmische Bevölkerung größtenteils enteignet und vertrieben.

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