Treffen der Kommission für Nationale Minderheiten ...10 Jul 2019 08:39

Am Mittwoch den 24.6.2019 um 15.30 Uhr fand in unseren Begegnugszentrum die regelmäßige Sitzung der Kommission für Nationale Minderheiten der Stadt Eger statt. Der Delegierte für die deutsche Minderheit ist der stellvertretende Vorsitzende vom BdD Herr Georg Pötzl, der unsere Interessen in der Kommission vertritt. Die Kommission befasst sich mit der Frage der Eingliederung nationaler Minderheiten in die Gesellschaft und legt Initiativvorschläge zur Diskussion in der Stadtverwaltung vor. Zu der [ ... ]

BERICHTEWeiterlesen…
Erinnerung an Opfer von Flucht und Vertreibung am ...10 Jul 2019 08:35

Am 30.6.2019 nahm der Bund der Deutschen-Landschaft Egerland an dem Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung im Kuppelsaal der Bayrischen Staatskanzlei teil. Wir bekamen eine persönliche Einladung vom stellvertretenden Ministerpräsidenten und Bayrischen Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Herrn Hubert Aiwanger. Erschienen sind wir mit Tracht und Fahne wie es vom Veranstalter gewünscht war. Zum Anfang standen alle Abordnungen der Vertriebenen Vereine mit Fahne [ ... ]

BERICHTEWeiterlesen…
Besuch der Egerländer aus den USA10 Jul 2019 08:30

Am 18.6.2019 hatten wir wieder Besuch von Nachkommen der Egerländer die in den 60er jahren des 19 Jahrhunderts nach Amerika aus dem Gebiet von Marienbad ausgewandert sind, um ein besseres Leben zu bekommen als im österreichischen Kaiserreich. Es war schon der dritte Besuch der Egerländer aus den USA. Es waren zwei Frauen aus dem Staat Wisconsin, Frau Joan Naomi Steiner und Jessica Mueller Domnick in Begleitung von Herr Michael Maunter aus München, der Übersetzer und Fahrer. Sie haben versprochen [ ... ]

BERICHTEWeiterlesen…
70. Sudetendeutsche Tag Regensburg 201910 Jul 2019 08:02

Unter dem Motto „Ja zur Heimat im Herzen Europas“ trafen sich an Pfingsten 2019 die Sudetendeutschen aus aller Welt in ihrer Patenstadt Regensburg.
Nach ihrer Vertreibung fanden viele Sudetendeutsche in Regensburg eine neue Heimat. Eingedenk ihrer jahrhundertealten historischen und kulturellen Bindungen zu den Böhmischen Ländern übernahm die Stadt 1951 die Patenschaft über die Sudetendeutsche Volksgruppe.
Für die Geschichte der Böhmischen Länder spielte die Bischofsstadt Regensburg eine [ ... ]

BERICHTEWeiterlesen…
Other Articles

Am Mittwoch den 24.6.2019 um 15.30 Uhr fand in unseren Begegnugszentrum die regelmäßige Sitzung der Kommission für Nationale Minderheiten der Stadt Eger statt. Der Delegierte für die deutsche Minderheit ist der stellvertretende Vorsitzende vom BdD Herr Georg Pötzl, der unsere Interessen in der Kommission vertritt. Die Kommission befasst sich mit der Frage der Eingliederung nationaler Minderheiten in die Gesellschaft und legt Initiativvorschläge zur Diskussion in der Stadtverwaltung vor. Zu der Sitzung wurde auch der Vorsitzende vom BdD-LE Alois Rott eingeladen. Er informierte die Anwesenden über die  Aktivitäten des BdD-LE und BGZ im Jahr 2018 und 2019.

Am 30.6.2019 nahm der Bund der Deutschen-Landschaft Egerland an dem Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung im Kuppelsaal der Bayrischen Staatskanzlei teil. Wir bekamen eine persönliche Einladung vom stellvertretenden Ministerpräsidenten und Bayrischen Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Herrn Hubert Aiwanger. Erschienen sind wir mit Tracht und Fahne wie es vom Veranstalter gewünscht war. Zum Anfang standen alle Abordnungen der Vertriebenen Vereine mit Fahne Spalier zur Begrüßung des Staatsministers und der geladenen Gäste.

Der Bericht des bayrischen Rundfunks

Rund drei Millionen Vertriebene aus Osteuropa fanden nach dem Zweiten Weltkrieg in Bayern eine neue Heimat. In der Staatskanzlei ist heute der Opfer von Flucht und Vertreibung gedacht worden. Das Recht auf Heimat ist ein Menschenrecht – da waren sich die Redner beim Vertriebenen-Gedenktag in der Staatskanzlei einig. Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wünschte sich mehr Mut, das Recht auf Heimat mit Blick auf die aktuellen Flüchtlingszahlen auch international einzufordern. Das millionenfache Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen aus Osteuropa mahne zur Versöhnung und Zusammenarbeit, sagte Aiwanger. Man dürfe aber vom Gegenüber nicht zu viel verlangen: "Nach dem Zweiten Weltkrieg war natürlich sehr vieles schwieriger - auch für die Vertreiber-Länder, offen damit umzugehen. Je mehr Zeit ins Land geht, umso offener können sie damit umgehen. Aber es hängt natürlich auch immer von innenpolitischen Zwängen ab. Wenn die Gefahr besteht, dass hier Scharfmachern in die Hände gespielt wird, dann trauen sich wieder viele Regierungen nicht, dieses Thema anzufassen und es bleibt in vielen Orten weiterhin ein Tabuthema.“ Hubert Aiwanger

Europa der offenen Grenzen als Lösung

Doch das Europa der offenen Grenzen habe schon vieles ermöglicht, betonte der Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Christian Knauer. "Wir waren in Polen, wir waren in Ungarn, wir fliegen in wenigen Wochen nach Rumänien. Und dort versuchen wir auch zu überzeugen, dass wir das, was sich vor acht Jahrzehnten ereignet hat, nicht mehr wollen. Und die Lösung ist ein vereintes Europa.“ Christian Knauer

40 Prozent der Bayern haben Wurzeln im Osten

Die bayerische Vertriebenenbeauftragte Sylvia Stierstorfer glaubt nicht, dass die Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg bald in Vergessenheit geraten könnte. Denn gerade die Enkelgeneration der Vertriebenen und Aussiedler würde fragen, woher die Familie ursprünglich komme. Das werde "immer ein junges Thema bleiben." Laut Bund der Vertriebenen haben heute rund 40 Prozent der Bayern einen familiären Hintergrund in den früheren deutschen Ostgebieten und in deren deutschen Siedlungsgebieten.

Am 18.6.2019 hatten wir wieder Besuch von Nachkommen der Egerländer die in den 60er jahren des 19 Jahrhunderts nach Amerika aus dem Gebiet von Marienbad ausgewandert sind, um ein besseres Leben zu bekommen als im österreichischen Kaiserreich. Es war schon der dritte Besuch der Egerländer aus den USA. Es waren zwei Frauen aus dem Staat Wisconsin, Frau Joan Naomi Steiner und Jessica Mueller Domnick in Begleitung von Herr Michael Maunter aus München, der Übersetzer und Fahrer. Sie haben versprochen nächstes Jahr wiederzukommen. Voriges Jahr war auch der Vorsitzende Wade Olsen von der German-Bohemian Heritage Society aus New Ulm in Minnesota dabei. Sie nahmen sich von uns viele Fotos und Videos von ihrer alten Heimat mit, um sie in ihren Vereinen bei verschieden Veranstaltungen zu nutzen.

Die Vorfahren (fam. Steiner aus Wischenzahn Nr. 10) von Frau Joan Naomi Steiner kamen im August 1856 in das neu gegründete Dorf Charlesburg. Die Vorfahren (Fam. Gintner aus Wischkowitz Nr.15 und Müller aus Habakladrau Nr. 38) von Frau Jessica Mueller Domnick kamen im Jahr 1868 auch in das Dorf. 1858 gründeten die Siedler den Friedhof St. Charles und 1866 wurde die neue Kirche St. Charles eingeweiht. Briefe an die Dörfer um Marienbad brachten mehr böhmische Siedler in die Gegend. Die meisten von ihnen waren Bauern und als kein Land mehr verfügbar war, reisten Söhne von Siedlern zusammen mit neuen Einwanderern nach Westen weiter, nach Minnesota und Iowa und gründeten dort neue Siedlungen an, wie New Ulm und Homestead.

Unter dem Motto „Ja zur Heimat im Herzen Europas“ trafen sich an Pfingsten 2019 die Sudetendeutschen aus aller Welt in ihrer Patenstadt Regensburg.
Nach ihrer Vertreibung fanden viele Sudetendeutsche in Regensburg eine neue Heimat. Eingedenk ihrer jahrhundertealten historischen und kulturellen Bindungen zu den Böhmischen Ländern übernahm die Stadt 1951 die Patenschaft über die Sudetendeutsche Volksgruppe.
Für die Geschichte der Böhmischen Länder spielte die Bischofsstadt Regensburg eine entscheidende Rolle: Von hier ging im 9. Jahrhundert die Christianisierung Böhmens aus. Bis zur Gründung des Bistums Prag im Jahre 973 gehörte ganz Böhmen zur Regensburger Diözese, die noch bis ins 19. Jahrhundert Teile des Egerlandes umfasste.
Kultur, Brauchtum, Tradition sowie der Glaube verbinden bis heute Bayern und Böhmen und bilden eine Brücke der Verständigung. Der wahrhaft völkerverbindende Heilige Johannes von Nepomuk, Landespatron Böhmens und Bayerns, wird in ganz Europa als Brückenheiliger verehrt.

Regensburg ist eine Stadt mit europäischer Strahlkraft, in der Ost und West zusammenkommen. Die Patenstadt der Sudetendeutschen war deshalb der richtige Ort für diesen grenzüberschreitenden Sudetendeutschen Tag.

Wie jedes Jahr war der Bund der Deutschen - Landschaft Egerland und das BGZ- Eger am 70. Sudetendeutschen Tag in Regensburg dabei, um ihre Arbeit zu präsentieren und die Kontakte zu den vertriebenen Sudetendeutschen, speziell mit den Egerländern, zu pflegen.

Wir erfreuten uns an dem äußerst regen Zugang an unserem Stand. Unsere Besucher, meistens gebürtige Egerländer, sowie deren Nachfahren, die bereits in Deutschland geboren wurden, hatten großes Interesse und natürlich viele Fragen! … wie heißt der Heimatort meine Eltern und Urgroßeltern heute, wo finde ich die Sterbe- und Geburtsbücher, wie sieht es heute im Egerland aus, wie sind die Leute da … usw.

Wir hatten auch einige Besucher aus der Tschechischen Republik. Besonders freute uns der Besuch des früheren Vizepremiers der tschechischen Regierung und heutigen Parlamentsabgeordneten Pavel Bělobrádek und des früheren Kulturministers und Vorsitzenden des tschechischen Ackermann-Gemeinde-Vereins Daniel Herman. Wir informierten sie kurz über die Arbeit des Bundes der Deutschen – Landschaft Egerland und des Begegnungszentrums Balthasar Neumann.

Weiterhin hatten wir einige Videos zur Vorführung über die Wallfahrtkirchen im Egerland, den Tillenberg und den drei Bädern Karlsbad, Marienbad, Franzensbad. Alles fand bei den Besuchern ein reges Interesse.

Am Sonntag waren wir mit unserer Fahne am Einzug der „Fahnenabordnungen und Trachtengruppen“ in die Haupthalle dabei.

Der Bund der Deutschen-Landschaft Egerland und der Bund der Eghalanda Gmoin e.V. bedanken sich herzlich beim Stadtmuseum Eger für die drei Hochzeitsstühle und den Tisch der uns für den Stand in Regensburg zur Verfügung gestellt wurden. Ein ganz besonderer Dank gilt Frau PhDr. Iva Votroubková, der Kuratorin des Sammlungsfonds. Sie hat die ganze Arbeit mit den Bewilligungs-dokumenten beim Prager Kultusministerium veranlasst, denn es sind wirklich wertvolle Kunstgegenstände der Egerländer Tischler.

Für uns war es wieder ein gelungenes Ereignis und wir freuen uns bereits jetzt auf das nächste Jahr!

"Eghalanda halts enk z'samm!“

Joomla SEF URLs by Artio