Am Sonntag den 13. August 2017 fand das Wallfahrtsfest Maria-Himmelfahrt und der 18Egerländer Gebetstag in Maria Kulm statt. Auch der Bund der Deutschen – Landschaft Egerland nahm an diesem Ereignis mit seiner Fahne teil. Die feierliche Messe zelebrierte Msgr.P. Karl Wuchterl und P.Milan Kučera, Probst in Maria Kulm. In der Kirche und im Aussenbereich spielte die Münchenreuther Bauernkapelle.

Vor langer Zeit, als in Maria Kulm noch keine Kirche stand, wanderte ein Fleischer von Eger nach Falkenau. In der Sommer-hitze fand er Schatten unter einem Haselnussstrauch und schlief ein. Im Schlaf rief ihn jemand mit Namen, aber er sah niemanden. Dies wiederholte sich drei Mal. Beim dritten Mal aber sah er sich schon sorgfältig um, und erblickte unter dem Haselnussstrauch eine Holzfigur der Hl. Jungfrau Maria mit dem Jesuskind. Wegen der Schönheit dieser Holzfigur entschied er sich in seiner Frömmigkeit, sie mit nach Hause zu nehmen. Aber am folgenden Tag war die Statue verschwunden. So wanderte wieder durch dieselben Orte nach Maria Kulm und schaute neugierig unter den Haselnussstrauch. Wie groß war seine Über-raschung, als er die Holzfigur wieder dort fand. Dies wiederholte sich ein weiteres Mal. So trug er die Statue nicht mehr weg, sondern nahm dies als Zeichen, an diesem Orte eine Kapelle zu Ehren der Hl. Jungfrau Maria errichten zu lassen. Zu dem wundertätigen Ort mit der "Madonna aus dem Haselnussstrauch" kamen bald viele Wallfahrer aus dem ganzen Land. Im 13. Jahrhundert gelangte Maria Kulm in den Besitz des Ritterlichen Ordens der Kreuzherren mit dem roten Stern in Prag. Schon bald wurde Maria Kulm das Zentrum christlicher Wallfahrt Westböhmens und des benachbarten Egerlandes.

Bis in die 50er Jahre des 20. Jhd. hinein gehörte Maria Kulm zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten Tschechiens, dann wurden die Kreuzherren endgültig vom kommunistischen Regime vertrieben. Ende des 20. Jhd. erhielten sie die Wallfahrtsanlage als ihr Eigentum zurück, seither arbeiten sie angestrengt an der Wiederherstellung der einzelnen Bauten aber auch an der Renaissance alter Wallfahrtstraditionen.

 

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