Das Osterfest ist ein traditionell geprägtes Fest in der katholischen Kirche. Gefeiert wird dieses höchste Fest im Kirchenjahr als „Auferstehungsfest Jesu“ nach seiner Kreuzigung und der nachfolgenden Grablegung in einem Felsengrab.

Auch im überwiegend katholisch geprägten Egerland gab es viele Bräuche rings um das Osterfest. So waren z. B. beim Karfreitagsgebet die Kreuze verhängt und die Kirchenglocken verstummten, da diese der Legende nach bis Ostersamstagabend in Rom verweilten Die „Ratschenbuben“ ersetzten die Kirchenglocken und liefen mit lauten, rasselnden Klappern und „Ratschen“ durch die Dörfer. Zum Dank erhielten sie bunte Ostereier, Süßigkeiten und kleine Geldgeschenke. Diese wurden am Karsamstag unter den Teilnehmern redlich geteilt. In manchen Orten mit vielen vertriebenen Egerländern wird diese Tradition heute noch gepflegt.

Im vergangenen Jahr bekamen die Mitarbeiter des BGZ Eger erstmals Kontakt mit dem Verein „Osterpfad Vogtland“. Damals wurde eines der großen Schaufenster des BGZ von diesem aus Weida stammenden Vereins unter der Führung von Ingrid Wiese gestaltet. In diesem Jahr wurde der gute Kontakt in einem gemeinsamen Projekt zwischen Ingrid Wiese und dem Vorsitzenden des Bundes Alois Rott ausgeweitet worden. Neben der österlichen Fensterdekoration wurde das BGZ mit einer großen Osterkrone ausgestattet. Dieser Akt wurde auch von wichtigen Mandatsträgern der Stadt Cheb (Eger) begleitet. So war neben dem 2. Bürgermeister Michal Pospišil auch der Kurator des Stadtmuseum Cheb Michal Beranek anwesend. Auch zahlreiche Pressevertreter, wie Mlada Fronta Dnes, ČTK, TV ZÁPAD und ČeskýRozhlas waren bei dieser Übergabe anwesend und dokumentierten alles im Bild und im Kurzfilm. Der Vorsitzende des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland, Alois Rott, zeigte sich in seiner Egerländer Tracht und mit der im Jahr 2016 geweihten Fahne des Bundes. Das Vogtland war ebenfalls sehr gut vertreten und eine Delegierte kam auch in der wunderschönen Vogtländer Tracht. Zur persönlichen Stärkung, auch der Gäste im voll besetzten Balthasar-Neumann-Haus, brachten sie einen frisch gebackenen, riesigen „Osterkranz“ mit.

Eine besondere Überraschung war eine weitere große „Osterkrone“ und ein Modell der vogtländischen „Osterburg“ aus Weida als Leihgabe an das Stadtmuseum Eger. Nach der Übergabezeremonie der beiden Gegenstände ging es aufgrund der Kälte und des einsetzenden Schneefalls schnell wieder zurück ins BGZ wo man sich am heißen Kaffee wärmte und am Osterkranz sättigte.

Diese Aktion zeigt, dass sich der Vorsitzende des Bundes der Deutschen-Landschaft Egerland Alois Rott und der BGZ-Geschäftsführer Ernst Franke intensiv bemühen das in bester Lage befindliche BGZ immer wieder mit neuen Aktionen zu öffnen um Lebens ins Haus zu bringen und sich sehr weit öffnet um auch Traditionen aus den angrenzenden Heimatregionen ins Haus zu holt.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Günther Wohlrab

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