Seit vielen Jahren findet stets am Sonntag nach dem katholischen Feiertag Maria Himmelfahrt im bekanntesten Wallfahrtsort des Egerlandes Maria Kulm, der Egerländer Gebetstag statt. Die Wallfahrtskirche Maria Kulm, offiziell Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt und St. Maria Magdalena, ist eine barocke römisch-katholische Marien-Wallfahrtskirche, die ungefähr 25 Kilometer von der bayerischen und etwa 15 km von der sächsischen Grenze im Egerland in der Ortschaft Maria Kulm (Chlum Svaté Maří) steht. Kirchlich betreut wird Maria Kulm vom „Orden der Kreuzherren mit dem Roten Stern“.

Ins Leben gerufen wurde der Egerländer Gebetstag vom ehemaligen Vorsitzenden des „Fördervereines Maria Kulm“ Josef Döllner aus Gröbenzell bei München, der mit seiner Frau anwesend war. Begrüßt wurden die anwesenden Gläubigen in der Kirche durch den derzeitigen Vorsitzenden des „Fördervereines Maria Kulm“ Dr. Helmut Eikam aus Schrobenhausen.

Bereits seit langen Jahren nehmen an diesem Treffen die All-Eghalanda Gmoi Rawetz (Marktredwitz) und auch der Bund der Deutschen-Landschaft Egerland teil. Der Bund der Deutschen-Landschaft Egerland war in diesem Jahr vertreten vom Vorsitzenden Alois Rott und seinem Stellvertreter Georg Pötzl mit ihrer vor zwei Jahren in Eger geweihten Standarte und in Egerländer Tracht. Mit drei Fahrzeugen nahm auch die All-Eghalanda Gmoi Rawetz mit Gmoifahne und mehreren Trachtenträgern teil. Auch Landtagspräsident a. D. Johann Böhm war zu Besuch in Maria Kulm. Die Eghalanda Gmoi München war mit ihrem Vüarstäiha Bruno Püchner, dessen Bruder Helmut und mit der Standarte der Wallfahrtskirche Maria Kulm vertreten, sowie die Brüder Harbauer aus Bad Langensalza, früher Wöhr im Kaiserwald, ebenfalls mit ihrer Fahne. Von den „Freunden der Wallfahrt nach Maria Kulm“ aus Weiden war der Vorsitzende Herbert Baumann anwesend.

Den Gottesdienst feierten die Gläubigen in der stets überfüllten Wallfahrts-Kirche mit Weihbischof Dr. Josef Graf aus Regensburg, dem bei den Egerländern bekannten und beliebten Monsignore Karl Wuchterl und dem Kulmer Probst P. Milan Kučera o. Cr. Auch Weihbischof Dr. Josef Graf ist den Egerländern seit dem Egerlandtag 2017 sehr bekannt. Den Gottesdienst musikalisch umrahmt hat, wie seit vielen Jahren, die Bauernkapelle Münchenreuth bei Waldsassen, die nach dem Gottesdienst die anwesenden Gläubigen im Innenhof der Wallfahrtskirche unterhalten haben.

Nach dem Gottesdienst konnten sich die Gläubigen mit Kaffee, Kuchen und Gulasch in einem Teil des Kreuzganges stärken. Die Vertreter des Bund der Deutschen-Landschaft Egerland und der All-Eghalanda Gmoi Rawetz zogen es vor, nach ausgiebigen Gesprächen mit bekannten Personen, nach Königsberg a. d Eger in der ehemaligen Brauerei der Familie Has von Hasenfels zu stärken. Nach einem ausgiebigen Essen in der Brauerei-Gaststätte wurde dann wieder der Heimweg nach Eger und Marktredwitz angetreten.

Wie immer konnten die Teilnehmer feststellen, dass es wieder „schäi woar“ und der Egerländer Gebetstag für alle Besucher bleibende Erinnerungen an die Zeiten vor der Vertreibung und seit der Öffnung der Grenze zu unserer ehemaligen Heimat hinterlassen haben.

Günther Wohlrab

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